Frühstart - Elterninitiative für Früh- und Risikogeborene Hamburg e.V.
Aktuelle Berichte
20. September 2018: Erfahrungsaustausch für Frühchen-Eltern zum Thema Schule

Am 20.09.2018 hatte Frühstart zum "Erfahrungsaustausch für Frühchen-Eltern zum Thema Schule" in die Praxis von Sabine Tötter eingeladen. Hedda Sperl und Ulrike Döhrn von Frühstart berichteten zu Beginn von Ihren Schul-Erfahrungen.
Es entstand in kleinerer Runde sofort ein lebhafter Austausch mit den anwesenden Frühchen-Eltern. Die Anregungen und Impulse von Frühstart wurden aufgegriffen und interessiert besprochen.

Wir hoffen, mit dieser Veranstaltung ein kleines bisschen Unterstützung zum Thema Schule geben zu können.
Für das nächste Jahr planen wir eine weitere Veranstaltung in diesem Rahmen anzubieten und versuchen auch den schulärztlichen Dienst dafür zu gewinnen.

Ria Merz


3. Juni 2018: 2. Kindersommerfest in der Asklepios Klinik Barmbek

Bei nicht mehr ganz so heißen Temperaturen wurde am 03.06.2018 im AK Barmbek zum 2. Mal das Kindersommerfest der Neonatologie gefeiert.

Viele fleißige Helfer, bestehend aus Krankenschwestern, Ärzten, freiwilligen Eltern und einigen Frühstart-Aktiven, haben ein tolles Fest auf die Beine gestellt.

Es gab ein umfangreiches Kuchenbuffet mit Kaffee, leckere frisch gegrillte Würstchen sowie Spiel und Spaß für die Allerkleinsten, die uns so am Herzen liegen. Die Kinder konnten nach Herzenslust auf der Hüpfburg toben, ein Rutschauto-Wettrennen veranstalten und beim "Riesen Vier-Gewinnt" ihr Können unter Beweis stellen. Es gab eine schöne Kinderschminkstation, die viele Kleine in Schmetterlinge oder gefährliche Raubtiere verwandelt hat, sowie die Klinik Clowns, die zusätzlich für gute Stimmung gesorgt haben. Ihr Glück konnten die Kinder und auch die Eltern und Großeltern beim Glücksrad oder der Tombola versuchen. Über den diesjährigen Hauptpreis der Tombola, VIP-Tickets für "Disney on Ice", haben sich vier Familien ganz besonders freuen dürfen.

Wir danken an dieser Stelle nochmal allen großzügigen Spendern sehr herzlich für die Preise der Verlosung und insbesondere Barclaycard Deutschland für den Hauptpreis!

Es ist immer wieder schön zu sehen, wie auch die allerkleinsten Frühgeborenen mit viel Liebe und Unterstützung aus ihrem Umfeld zufriedene und glückliche Kinder werden!

Barbara Gladisch


26. und 27. April 2018: 25 Jahre für die Allerkleinsten - Jubiläumsveranstaltung des Bundesverbandes Das frühgeborenen Kind e.V. und 1. ZukunftsWerkstatt Frühgeborene

26. und 27. April 2018: 25 Jahre für die Allerkleinsten - Jubiläumsveranstaltung des Bundesverbandes Das frühgeborenen Kind e.V. und 1. ZukunftsWerkstatt Frühgeborene

Jubiläumsveranstaltung des Bundesverbandes "Das frühgeborenen Kind" e.V. und 1. ZukunftsWerkstatt Frühgeborene


Am Abend des 26.04.2018 feierte der Bundesverband (BVDfK) sein 25-jähriges Bestehen im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin. Der Verein ist der bundesweite Dachverband für über 70 Elterninitiativen in Deutschland und engagiert sich vielfältig, vor allem auch politisch, um die Versorgungsqualität der größten Kinderpatientengruppe Deutschlands zu verbessern.

Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Frau Dr. Franziska Giffey, die leider verhindert war und von Petra Mackroth (Leiterin Ressort Familie im BMFSFJ) vertreten wurde. Der Vorstand um Barbara Mitschdörfer, Vorsitzende des BVDfK, hatte viele Gäste aus Politik, Medizin und Pflege sowie Kooperationspartner und langjährige Wegbegleiter eingeladen. Ich konnte in Vertretung des Vorstandes von Frühstart Hamburg ebenfalls teilnehmen. Die Veranstaltung wurde sehr kompetent von Rudy Meindl moderiert, ebenso wie die am nächsten Tag folgende 1. ZukunftsWerkstatt Frühgeborene.

Einem Empfang mit vielen Gesprächen, einer Dia-Show und Infoständen folgte eine Begrüßung durch Barbara Mitschdörfer, die alle herzlich willkommen hieß und über die Ziele und das bisher Erreichte berichtete. Sie wurde dabei vom Mitbegründer Dr. Friedrich Porz und dem Autor Sebastian Fitzek, selber Frühchen-Vater und Botschafter des BVDfK, unterstützt. Barbara wies darauf hin, dass zum Wohle der Früh- und Risikogeborenen in 25 Jahren Großartiges erreicht wurde, es aber noch viele Bereiche mit Handlungsbedarf gibt, die der BV auf seiner Agenda für die nächste Zeit hat, z.B.
  • die Benachteiligung von Frühcheneltern beim Elterngeld
  • eine standardisierte, den individuellen Bedürfnissen der Kinder angepasste Versorgung in allen Kliniken
  • den uneingeschränkten Zugang der Eltern zu ihrem Kind und die frühzeitige Einbindung in die Versorgung auf den Stationen
  • die Möglichkeit der Mitaufnahme der Eltern
  • eine kompetente Still- und Laktationsberatung, um die Stillrate bei Frühgeborenen zu erhöhen
  • der bestehende Mangel an qualifizierten Pflegekräften, der eine hochwertige Versorgung gefährdet
  • die Ausbildungsreform hin zu einer generalisierten Pflegeausbildung, die den besonderen Anforderungen in der Intensiv-Kinderkrankenpflege nicht gerecht wird
  • geplante Einsparmaßnahmen der Krankenkassen, die schon etablierte Entlastungsangebote und die sozialmedizinische Nachsorge für Familien mit Kindern unter 1500 Gramm Geburtsgewicht erheblich einschränken würden.
Auch aktuelle Zahlen aus dem Jahr 2016 über die Häufigkeit von Frühgeburten in Deutschland waren Thema: deutschlandweit kamen im Jahr 2016 773.338 Kinder zur Welt, davon 66.851 Frühgeborene vor der 37. SSW (8,64 %). Ca. 11.000 dieser Frühgeborenen wurden vor der 32. SSW mit einem Gewicht unter 1.500 Gramm geboren (16,5 % aller Frühchen). Damit bilden die Frühgeborenen die größte Patientengruppe in der Pädiatrie.

Anschließend überbrachte Petra Mackroth ein Grußwort im Auftrag von Bundesfamilienministerin Dr. Giffey, dankte dem BVDfK für sein politisches Engagement und versprach, sich für weitere Verbesserungen auf politischer Ebene wie z.B. ein gerechteres Elterngeld einzusetzen.

In seinem Festvortrag zog Prof. Dr. Christoph Bührer, Leiter der Neonatologie der Charité Berlin, eine Bilanz der bisherigen Entwicklungen in der neonatologischen Versorgung seit Gründung des Bundesverbandes. Vor 25 Jahren waren die Eltern in den Kliniken nur als Besucher geduldet, wie ein bemerkenswertes Schild mit folgendem Text am Eingang einer Station zeigte:

"Achtung!
An alle Muttis der Station 30:
Wir zeigen Ihnen täglich 2x Ihre Kinder
von 10.45 - 11.00 Uhr (mit Arztauskunft: Mo, von 16.30-16.45 Uhr)
Ausnahmeregelungen nach persönlicher Absprache."


In den letzten 25 Jahren wurde viel erreicht, vor allem durch die unermüdliche Arbeit des Bundesverbandes, der sich sehr für den Wandel hin zu einer familienorientierten, individualisierten und entwicklungsfördernden Pflege in der Neonatologie einsetzt. Hier ist u.a. die Gründung des Netzwerkes Neonatologie zu nennen, ein 2013 gegründeter interdisziplinärer Zusammenschluss von Eltern, Ärzten, Pflegenden, Hebammen, Psychologen, Seelsorgern, Therapeuten, Wissenschaftlern und Unternehmen. Das Netzwerk setzt sich für eine bestmögliche Versorgung der Kleinsten und ihrer Familien ein und bringt das Thema auf bundespolitischer Ebene ein.

Im Anschluss an die Eröffnungsreden fanden sich alle Referenten zu einer Podiumsdiskussion zusammen.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die PauLa-Preisverleihung 2018 unter Mitwirkung der bisherigen Preisträger aus den Jahren 2012, 2014 und 2016. Dieser Preis in Form eines Frühchens auf einem Kissen aus Terrakotta (gestaltet vom Künstler Rainer Kurka) wird an Institutionen, Projekte und die dahinter stehenden Menschen für ihr besonderes Engagement für die Frühgeborenen und ihre Familien verliehen. 2016 konnte unsere 1. Vorsitzende Christiane Stock diesen Preis für das Projekt Nachsorgepass entgegen nehmen. In diesem Jahr wurden die Elternbegleiterin Sabine Engelhardt und der frühere Vorstandsvorsitzende des BVDfK Hans-Jürgen Wirthl für ihren Einsatz ausgezeichnet.

Zum Ausklang bei Snacks und Getränken unterhielt Yves Macak die Gäste mit seinem Comedy-Programm. Ein rundum gelungener Abend mit viel Austausch und Unterhaltung!

Die 1. ZukunftsWerkstatt Frühgeborene


Am folgenden Tag präsentierte Teresa Strebel von Kids Interactive die App Hallo Frühchen, die sich an Geschwister von Frühgeborenen richtet. Diese können hier in kindgerechter Form alles zum Thema Frühgeburt erfahren. Die App kann kostenfrei im Google Play Store heruntergeladen werden.

Anschließend hatten die Teilnehmer Gelegenheit in verschiedenen Workshops mit den Themen "Politisches Engagement für Frühchen-Familien", "Ernährung frühgeborener und kranker Kinder", "Nachsorge und Rehabilitation" sowie "Kreativ-Werkstatt" ihre Erfahrungen auszutauschen und "Aufträge" an den Bundesverband und seine zukünftige Arbeit zu formulieren.

Workshop "Kreativ-Werkstatt"


Ich selber nahm an der "Kreativ-Werkstatt" teil, die Katarina Eglin leitete und in der Ideen für Praktisches und Hilfreiches für Frühchenfamilien unter dem Motto "Kleine Geste – große Wirkung" zusammengetragen wurden, wie z.B.:
  • Karten zur Geburtsanzeige für Frühchenfamilien
  • Glückwunschkarten für Früh- und Krankgeborene
  • Gewichtsluftballons für die Klinik
  • Kartensets mit Informationen zur jeweiligen Schwangerschaftswoche
  • Gehäkelte Kraken für Frühchen
Der BVDfK könnte Vorlagen zum Ausdrucken auf seiner Homepage zur Verfügung stellen bzw. erwägt bei den Karten eine Kooperation mit der dm-drogerie markt-Kette.

Workshop "Ernährung frühgeborener und kranker Kinder"


Ein weiterer interessanter Workshop behandelte das Thema Ernährung von Frühchen. Der Erfahrungsaustausch der Teilnehmer zeigte, dass die Gewichtszunahme der Kinder in den Kliniken stark im Vordergrund steht. Niemand zweifelt an der Wichtigkeit einer guten Gewichtszunahme, jedoch erfolgt die Ernährung häufig nicht nach den Bedürfnissen der Kinder. Das hat lange Trinkzeiten, schnelle Ermüdung, häufiges Erbrechen und lange Sondenernährung zur Folge.

Simone Engelhardt, die viele Frühcheneltern nach Klinikentlassung berät, berichtete, dass in der Folge häufig Essstörungen entstehen: für die Eltern entsteht großer Druck, möglichst viel Essen "in das Kind hineinzubekommen", und das Wiegen erhält einen unverhältnismäßig hohen Stellenwert. Das kann zu Fütterproblemen, Trinkschwäche, Gedeihstörungen und im schlimmsten Fall zu einer Verweigerung der Nahrungsaufnahme durch das Kind führen. Eltern müssen nach einem langen Klinikaufenthalt oft erst einmal eine normale Einstellung zum Essen entwickeln, denn: "Vom Wiegen hat noch kein Kind zugenommen!". Sie benötigen eine gute Beratung, um von der Fütterung nach Plan mit festgelegten Mengen zu einer stärker an den Bedürfnissen des Kindes orientierten Ernährung zu kommen. Zu bedenken ist auch, dass Frühchen häufig erst die Muskelkoordination bei der Nahrungsaufnahme erlernen müssen und dafür Zeit und Unterstützung benötigen, u.a. durch spezielle Physiotherapie.

Auch die Stillberatung ist in den Kliniken oft nicht optimal, die Mütter bekommen zu wenig Unterstützung. Bemängelt wurde, dass sich in den GBA-Richtlinien zur Qualitätssicherung in der Neonatologie keine Standards zur Stillberatung finden lassen. Der BVDfK wird sich weiterhin für eine Verbesserung einsetzen.

Im abschließenden Austausch aller Teilnehmer wurde noch einmal das große Problem des Fachkräftemangels thematisiert, das sich nur durch eine Steigerung der Attraktivität und Wertschätzung des Berufes verbessern ließe. Dazu gehören in den Pflegeberufen auch familienfreundlichere Arbeitsbedingungen (z.B. Betriebskindergärten, bessere Arbeitszeitregelung) und mehr Gehalt. Für eine verbesserte Nachsorge wünschen sich alle ein Lotsensystem, das die Familien bis ins Schulalter berät und begleitet.

Vielen Dank an den BVDfK, vor allem an Barbara, für zwei sehr interessante und informative Tage in Berlin und viel Erfolg für die künftigen Vorhaben!

Andrea Rahlf


Budni-Spendentag am 24. März 2018 im Alstertal-Einkaufszentrum (AEZ)

Budni-Spendentag am 24. März 2018 im Alstertal-Einkaufszentrum (AEZ) Zum zweiten Mal durfte sich Frühstart an einem Budni-Patentag in der Filiale im AEZ präsentieren. Das Budni-Team um Frau Sussmann, Frau Bonik und Frau Harder hatte unseren Auftritt wieder bestens vorbereitet. Die Standflächen für unsere Tische und Stellwände waren leergeräumt, Luftballons lagen in größerer Stückzahl bereit. Sämtliche Kassen waren mit einem gut sichtbaren Flyer versehen, der die Kunden auf den Spendentag hinwiesen.

Die KassiererInnen sprachen sehr viele Kunden an und versuchten sie zum Aufrunden des Kaufpreises zu bewegen. Das hat auch erfreulich oft funktioniert. An unseren Tischen haben wir Diverses gegen Spende zum Kauf angeboten. Darunter waren auch einige gehäkelte Kraken, selbstgebackene Muffins, sowie Überraschungsherzen und Magnetic Boards, die uns Budni zum Verkauf überlassen hat.

Mit teilweise bis zu 5 Frühstart-MitgliederInnen haben wir versucht die Kundinnen und Kunden auf unseren Stand aufmerksam zu machen, sowohl beim Betreten des Marktes als auch hinter den Kassen. Für Interessierte haben wir Flyer und anderes Info-Material zur Verfügung gehalten.
Es haben sich diverse, teils sehr intensive Gespräche ergeben. Wir konnten einigen Menschen die Thematik von Frühgeburten und den Folgen für Eltern und Geschwister näher bringen. Es gab aber auch Fachsimpeleien mit Kennern dieser Thematik.

Die erzielte Spendensumme beläuft sich auf unglaubliche 1.945,83 Euro € wir sind überwältigt und sehr dankbar! Wir haben uns sehr herzlich bei den Budni-KollegInnen bedankt und freuen uns schon auf den nächsten Budni-Patentag im AEZ, der im November 2018 stattfinden wird.

Michael Merz

Vielen Dank an die Unterstützerinnen:
Barbara und Clara Gladisch, Christina Rainho, Alke Aline Henke, Andrea Rahlf und Christiane Stock.

Ria Merz


2016: Neues Angebot – offene Hebammensprechstunde

Ab sofort bieten die Familienhebammen des Kinder- und Familienzentrums Barmbek Basch (KiFaZ) eine offene Hebammensprechstunde für Schwangere und Eltern mit Babys bis zu 1 Jahr in zwei Stadtteilen an. Insbesondere auch für Mütter mit Frühchen, die noch keine niedergelassene Hebamme haben, ist dieses Angebot interessant.

Offene Hebammen-Sprechstunde in Langenhorn

Jeden Freitag von 10:00 bis 12:00 Uhr
In den Räumen der Elternschule Langenhorn, Holitzberg 139, 22417 Hamburg (gegenüber der Asklepios Klinik Nord-Heidberg)

Kontakt: Gabriele Biehl (Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen Hamburg-Nord und Familienhebamme)
Tel: 040-2000 48 00
Mobil: 0157-77535017
Mail: gf.biehl@kifaz.de
www.barmbek-basch.info/kifaz


Offene Hebammen-Sprechstunde in Barmbek-Süd

Jeden Mittwoch von 14:00 bis 15:30 Uhr
In den Räumen des Projektes "Andere Umstände", Vogelweide 34, 22081 Hamburg (Nähe U-Bahn Dehnhaide)

Kontakt: Camilla Mertins (Familienhebamme)
Tel. 040-2982 06 06
Mail: familienhebammen-barmbek@kifaz.de
www.barmbek-basch.info/kifaz

Kosten: Die Hebammen-Sprechstunde ist kostenlos und Sie müssen sich dafür nicht anmelden. Bringen Sie einfach Ihre Fragen mit!