Frühstart - Elterninitiative für Früh- und Risikogeborene Hamburg e.V.
Aktuelle Berichte
Corona-Virus bremst aus: Frühstart-Veranstaltungen für 2020 mussten abgesagt werden

Viele Eltern müssen auf unsere Angebote verzichten: Auch das sind Folgen des Corona-Virus. Denn nicht nur politische und kulturelle Veranstaltungen werden abgesagt. Betroffen sind ebenfalls Angebote von ehrenamtlich Engagierten, wie Frühstart.
Zwei Beispiele.

Budni Patentag

Zweimal im Jahr findet der Budni Patentag statt. Frühstart wird durch die Filiale im AEZ Poppenbüttel unterstützt. Im März dieses Jahres wurde der Patentag leider komplett abgesagt. Der Patentag im November fand ungewöhnlich anders statt. Die Filiale sammelte durch Aufrunden der Kunden an den Kassen für Frühstart in der Zeit vom 02.-07.11.2020 ohne, dass Frühstart mit einem Infostand vor Ort war.
DANKE an alle Mitarbeiter der Budni Filiale im AEZ Poppenbüttel und natürlich die Kunden!

Mütterfahrt

In diesem Jahr wollten wir eine alte Frühstart-Tradition wieder aufleben lassen: Wir luden "unsere" Frühstart-Mütter zu einer Mütterfahrt ein, um ihnen die Möglichkeit zu geben, einmal abseits vom anstrengenden Alltag im Kreise Gleichgesinnter die Seele baumeln zu lassen und Erfahrungen auszutauschen.
Leider mussten wir dieses Angebot wegen der geltenden Coronaregeln sehr kurzfristig absagen.

Wir hoffen im nächsten Jahr unsere Angebote wieder durchführen zu können.
Bis dahin wünschen wir Ihnen und ihrer Familie alles Gute und bleiben Sie gesund!

Ria Merz
im Namen des Vorstandes


Rezension: Sabine Tötter: Eine bewegende Zeit - Mit Ihrem Baby durchs erste Jahr.

BoD - Books on demand, Norderstedt 2020.
Sabine Tötter: Eine bewegende Zeit - Mit Ihrem Baby durchs erste Jahr
Physiotherapeutin und Entwicklungsbegleiterin Sabine Tötter möchte in dem Buch ihre Erkenntnisse aus der 40-jährigen Arbeit mit Säuglingen, insbesondere Schreibabys und Frühgeborenen, weitergeben.

Ihr zentrales Anliegen besteht darin, Eltern zu ermutigen, einen eigenen Weg durch das Labyrinth der vielen Ratgeber, Youtube-Videos und Anweisungen von Ärzten und Hebammen zu finden, der auf gesundem Menschenverstand und der Kenntnis von sich ganz natürlich entwickelnden Wachstumsschritten basiert, denn: "Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht!"

Die Autorin möchte die elterliche Kompetenz stärken, vor allem auch in herausfordernden und belastenden Situationen, die alle Eltern im Alltag mit ihren Babys erleben.

Die Eltern werden zunächst über die kindliche Entwicklung in den Bereichen Stillen/Füttern/Ernährung, Schlaf, Wahrnehmung, Spiel, Bewegung und Sprache informiert.

Mit ihren Tipps unterstützt die Autorin die Entwicklung eines adäquaten Schlaf-Wach-Ess-Rhythmus, der Eltern und Babys eine entspannte Interaktion ermöglicht. Ihr besonderes Interesse gilt Frühgeborenen und Schreibabys, die sensibel reagieren und haltgebende Berührungen, Ruhepausen und Begrenzung benötigen, um sich wohlzufühlen.

Die Beschreibungen eines entwicklungsfördernden Handlings mit Fotos von Ehemann Karsten Tötter und die anschauliche Aufbereitung der Inhalte durch Grafikdesignerin Julia Burgdorf machen das Buch zu einem wertvollen, praktikablen Handlungswerkzeug für alle Eltern mit Babys im 1. Lebensjahr. Wohltuend ist, dass die Autorin Denkanstöße und Hilfe für gestresste Eltern vermitteln möchte, ohne dabei belehrend oder dogmatisch zu wirken.

Andrea Rahlf
Diplom- Psychologin, Elternberaterin auf der Neonatologischen Intensivstation
des Klinikums AK Nord Heidberg in Hamburg


17. November 2019: Weltfrühgeborenentag (WFT) 2019 in Hamburg

Motto "Gemeinsam stark und multikulturell!"

17. November 2019: Weltfrühgeborenentag (WFT) 2019 in Hamburg In diesem Jahr ist es aufgrund des großen Engagements von Fachkinderkrankenschwester Melanie Brandt aus dem UKE und mit Unterstützung von Frühstart gelungen, Vertreter aller Hamburger Neonatologien mit ihren Nachsorgeeinrichtungen ins Boot zu holen, eine gemeinsame Veranstaltung für die Hamburger Frühchen-Familien an einem zentralen Ort zu planen.

Das Problem, relativ kurzfristig einen geeigneten Ort dafür zu finden, löste sich rasch durch das von Frau Dr. Kayales (Krankenhausseelsorgerin am Maria Hilf) vermittelte großartige Angebot der Pastorin Frau Cornelius, ihre Kirche St. Gertrud nebst Gemeindehaus auf der Uhlenhorst kostenlos zur Verfügung zu stellen. Dafür danken wir ihr an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich!

Planungsphase

Die Planung hatte es in sich, denn der Teufel steckte im Detail, und es war sehr viel zu organisieren! An sechs Terminen ab Juni 2019 trafen sich Vertreter folgender Kliniken und ihrer Nachsorgeeinrichtungen und Abteilungen für Unternehmenskommunikation sowie Frühstart:
  • UKE, Kinderlotse
  • Asklepios Kliniken Barmbek und Heidberg, Nestbauer
  • Perinatalzentrum Altona, Leuchtturm
  • Helios Mariahilf Klinik mit Krankenhausseelsorge
  • Marienkrankenhaus Perinatalzentrum und Wilhelmstift, SeeYou
Damit die Eltern wie in den Jahren zuvor auch Mitarbeiter "ihrer" Kliniken treffen konnten, sollte sich jede Klinik gemeinsam mit ihrer Nachsorgeeinrichtung und den betreuenden Psychologen mit einem Info-Stand präsentieren.

Von Anfang an war es uns ein wichtiges Anliegen, auch Familien mit Migrationshintergrund die Möglichkeit zu bieten, sich mit Hilfe von Dolmetschern in ihrer Sprache über die Angebote des Versorgungsnetzes für Frühchen-Familien zu informieren. Deshalb wurden auch Einladungen auf Englisch, Türkisch und Arabisch verteilt. Es gelang außerdem, Dolmetscher aus den Kliniken für diese Sprachen zu finden. Die Schura (Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V.) unterstützte uns ebenfalls durch Weitergabe von Einladungen an Eltern muslimischen Glaubens. Der Imam Mounib Doukali sagte seine Teilnahme zu.

Wie in den Jahren zuvor, sollten auch in diesem Jahr die Besucher die Möglichkeit bekommen, sich über Unterstützungsangebote für Frühchen-Familien in Hamburg zu informieren. Es konnten folgende Einrichtungen dazu gewonnen werden, ihre Einrichtung zu präsentieren:
  • Leben mit Behinderung e.V. (Eltern von behinderten Kindern bieten Beratung und Hilfe an)
  • Von Anfang an e.V. (Hilfe und Beratung für Eltern mit Kindern von 0-3 Jahren)
  • SBA-Kompetenzzentrum Frühe Hilfe e.V. (Hilfe für Eltern mit Schrei-Babys)
  • Tumaini e.V. (Unterstützung von Menschen mit Migrationshintergrund in ihrem Inklusionsprozess)
  • Verein für internationale medizinische Zusammenarbeit (VimZ), baut u.a. mit Hamburger Ärzten eine neonatologische Station in Tansania auf
  • Haus Mignon (Frühförderung)
  • Musiktherapie
17. November 2019: Weltfrühgeborenentag (WFT) 2019 in Hamburg Und natürlich wurde ein schönes Rahmenprogramm für die Kinder und ihre Familien geplant. Als Highlight konnte der Kinder- und Jugendchor "Die Alsterfrösche" unter Leitung von Sigi Hennig gewonnen werden. Weil Frau Hennig von der Idee, für Frühchen und ihre Familien zu singen, so begeistert war und zudem viele ehemalige Frühchen in ihrem Chor mitsingen, sagte sie sofort zu für ein Benefizkonzert in der Kirche und ein Laternelieder-Singen mit lila Laternen vor der Kirche zum Abschluss. Ein herzliches Dankeschön dafür!

Außerdem wurde wie bereits im Jahr zuvor Salvatore Sabbatino eingeladen, um mit seinen kleinen Zaubereien, bunten Luftballons und den beliebten Luftballon-Tieren die Kinder zu unterhalten. Mit viel Witz und Charme bereitete er auch den Eltern immer wieder großen Spaß!

Ein Polizeiwagen und ein Rettungswagen vom DRK wurden ebenfalls zugesagt.

Für das leibliche Wohl konnten wir das Team von First Love Coffee GmbH engagieren, die aus einem alten Pferdewagen heraus Kaffeespezialitäten, andere Getränke und Waffeln anboten.

Die Firma Nordlite Veranstaltungstechnik GmbH plante das Erstrahlen der Kirche und des Außengeländes in der Farbe Lila, in der viele Gebäude weltweit an diesem besonderen Tag angestrahlt wurden. Um die Kosten dafür im Rahmen zu halten, machte die Firma kurzerhand ein Azubi-Projekt daraus!

Sponsor der Veranstaltung: Frühstart Hamburg

Frühstart Hamburg erklärte sich bereit, alle anfallenden Kosten zu übernehmen. Herzlichen Dank an Christiane Stock, Natascha Golz, Ria Merz und Schatzmeisterin Hedda Sperl für diese tolle Unterstützung, ohne die die Veranstaltung nicht hätte stattfinden können!

Der WFT 2019

Dann war es endlich soweit, der lange und intensiv von so vielen engagierten Helfern geplante Weltfrühgeborenen-Tag konnte beginnen!

17. November 2019: Weltfrühgeborenentag (WFT) 2019 in Hamburg Die Familien wurden an einem Willkommensstand mit einem kleinen Geschenk (Kühlschrankmagnet mit Notfallnummern) begrüßt. Die vielen Kinderwagen konnten in einem Zelt "geparkt" werden, das bewacht wurde. Insgesamt hatten sich ca. 300 Besucher (ca. 100 Familien) auf den Weg gemacht!

Das Programm begann um 15 Uhr mit einem bunten Lieder-Programm der Alsterfrösche, die von ihrer Life-Band begleitet wurden. Chorleiterin Frau Hennig moderierte den Ablauf und spielte selber auf dem Keyboard. Bei "Bruder Jakob" wurden auch die Besucher zum Mitsingen aufgefordert. Das Lied in mehreren Sprachen passte perfekt zu dem "Multikulti" dieses besonderen Tages! Am Ende bedankten sich die anwesenden Klinik-Chefs Prof. Dr. Singer (UKE), Frau Dr. Schmidtke (Asklepios Barmbek und Heidberg), Prof. Dr. Koch (Marienkrankenhaus), Dr. von der Wense (PNZ Altona) und Frau Dr. Schmitt (Mariahilf) beim Chor mit dem Überreichen eines großen Präsentkorbes als Dankeschön.

Christiane Stock, 1. Vorsitzende der Elterninitiative Frühstart, begrüßte die Familien, dankte dem Chor und stellte den Ablauf des Programmes vor.

Dann hatten die Familien Gelegenheit, sich an den Ständen der o.g. Einrichtungen über Hilfs- und Beratungsangebote in Hamburg zu informieren und die Info-Stände "ihrer" Klinik zu besuchen. Dort wurden viele Gespräche geführt mit den anwesenden Schwestern, Ärzten, Case-Managerinnen der Nachsorge und Psychologinnen. Wie immer am WFT waren es sehr berührende (Wieder)begegnungen für beide Seiten, Eltern und Fachleute!

Das Frühstart-Team (Christiane Stock, Natascha Golz, Hedda und Hugo Sperl mit Sohn Max, Andrea Rahlf mit Tochter Elena, Sabine Tötter, Alexandra Hückelheim und Ulrike Döhrn) hielt an seinem Stand viel Info-Material für die Eltern bereit und lud sie u.a. zu einem Frühchen-Eltern-Treffen am 22.1.20 ein.

Die Kinder wurden währenddessen in der Kirche von Salvatore Sabbatino unterhalten und konnten sich vor der Kirche das Polizeiauto von Polizistin Anette Kieckbusch anschauen oder sich auf das Polizei-Motorrad setzen, eine zusätzliche Überraschung für uns! Viele Kinder erkundeten auch den Rettungswagen des DRK, während die Eltern bei einer Tasse Kaffee klönten.

In den Räumen des Gemeindehauses erwarteten die Physiotherapeuten der Kliniken die Kleinen zum Krabbeln und Spielen, sie standen den Eltern auch für Fragen zur Verfügung. Nebenan fanden die Eltern eine Möglichkeit zum Wickeln und Zusammensitzen vor.

Die Chor-Kinder hatten in der Zwischenzeit die lila Laternen für das Singen vor der Kirche vorbereitet und an Kinder und Eltern verteilt, alle wurden mit Lieder-Texten versorgt. Gegen 17:30 Uhr versammelten sich dann alle BesucherInnen und der Chor in der Abenddämmerung vor dem Kirchenportal für das gemeinsame Singen von Laterne-Liedern. Die lila beleuchtete Kirche und die vielen Menschen mit lila Laternen waren ein eindrucksvoller und bewegender Anblick!

Die Pastorin Dr. Kayales und der Imam Mounib Doukali sorgten mit ihrem Segen für alle Frühchen-Familien und die Besucher für einen feierlichen Abschluss der Veranstaltung.

An dieser Stelle sei noch einmal allen Helferinnen und Helfern ganz herzlich gedankt, die diesen schönen Nachmittag für Hamburger Frühchen-Familien ermöglicht haben! Ganz besonders ist Melanie Brandt zu danken, die die Idee eines klinikübergreifenden WFT an einem zentralen Ort hatte und sich in vielen Arbeitsstunden für die Umsetzung dieser Idee einsetzte!

Andrea Rahlf


9. November 2019: Budni-Patentag

9. November 2019: Budni-Patentag Der zweite Budni-Patentag in diesem Jahr fand wieder in einer liebevoll vorbereiteten Filiale im AEZ statt.
Wir Frühstart-Aktiven bauten unseren Info-Stand und das Glücksrad am Morgen auf. Die Budni-Filiale hatte einen gut gefüllten Aufsteller mit kleinen Gewinnen vorbereitet. Süßigkeiten als Trostpreise rundeten das Gewinnangebot ab. Für eine Spende (1x Drehen für 1 € = 1 Gewinn) konnten Klein und Groß versuchen einen der Preise zu gewinnen. Wie auch schon im März dieses Jahres war schön zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder und auch die Eltern dieses Glücksrad nutzten.

An unserem Stand informierten wir in persönlichen Gesprächen und auf Stellwänden mit Collagen über die Situation von Frühchen und ihren Eltern sowie über unsere Arbeit. Besucht wurden wir von einigen alten Bekannten, von vielen anderen Interessierten, sowie auch von erwachsenen Frühgeborenen.

Aufmerksamkeit fanden nicht nur die gestrickten kleinen Mützchen für Neugeborene und unsere gehäkelten Tintenfische/Kraken, sondern auch unsere Frühchenpuppe, die anschaulich und (be-)greifbar machen soll, wie klein manche Kämpferchen sind, wenn sie ins Leben starten. Gerade auch jüngere Kinder und Jugendliche ließen sich aufmerksam erklären, was es für Eltern und die kleinen Frühchen bedeutet zu früh geboren zu werden.

Durch das Aufrunden der Einkaufsbeträge in der Filiale und durch die wirklich großzügigen Spenden an unserem Stand kamen insgesamt über 1.700,00 € zusammen.
Wir bedanken uns sehr herzlich für die Unterstützung durch "unsere" Patenfiliale im AEZ – besonders bei Frau Bonik - ohne sie, Herrn Cholewa und Frau Harder sowie den fleißigen Mitarbeiter*innen wäre dieser tolle und erfolgreiche Tag nicht möglich gewesen. Wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Aktion im März/April 2020!

Ein großer Dank auch an die Frühstart-Aktiven: Hedda und Hugo mit Maximilian, Michael, Christina, Alexandra und Natascha.

Ria Merz


27. September 2019: Stillkissen für die Neonatologie im Asklepios Klinik Nord - Heidberg

27. September 2019: Stillkissen für die Neonatologie im Asklepios Klinik Nord - Heidberg Wir freuen uns sehr, dass Frühstart-Spendengelder den Erwerb von drei abwaschbaren Stillkissen (davon ein Zwillingskissen) für die Neonatologie im AK Heidberg ermöglicht haben.

Die Spende erfolgte anlässlich der kürzlich erfolgten Neueröffnung der Neonatologie. Christiane Stock, 1. Vorsitzende von Frühstart Hamburg e.V., hat die Stillkissen an Mara Heldt, Stationsleitung Neonatologie übergeben, die die Kissen begeistert entgegennahm.

Die abwaschbaren Stillkissen werden insbesondere für den professionellen Einsatz in Kliniken und Stillgruppen genutzt. Sie unterstützen Mütter und deren Kinder während der Stillzeit. Der Säugling wird in eine bequeme Stillhaltung gebracht, ohne dass sich die Mutter anstrengen muss, ihr Kind in die richtige Position zu bekommen, vor allem weil die Mutter ihr Baby nicht halten muss.

Ria Merz


26.-28. September 2019: 21. Interdisziplinäre Frühgeborenen-Symposium und 12. Deutscher Still- und Laktationskongress in Berlin

Auf der Veranstaltung wurden Vorträge und Workshops zu einer Fülle von Themen angeboten. Ich möchte im Folgenden über zwei Beiträge zum Thema Ernährungsprobleme bei Frühgeborenen berichten, weil dieses Thema viele Frühchen-Eltern betrifft.

Thomas Kühn: "Ernährungsprobleme Früh- und kranker Neugeborener"

Thomas Kühn vom Vivantes Klinikum Neukölln Berlin (Kinderarzt, Neonatologe und Still- und Laktationsberater) setzte sich in seinem Vortrag mit den Ergebnissen einer Studie des Bundesverbandes zu Ernährungsproblemen auseinander (für Interessierte: Broschüre "Ernährungsprobleme bei zu früh geborenen Kindern". Hrsg.: Bundesverband "Das frühgeborene Kind" e.V., 2018).

Die Ergebnisse einer anonymen Online-Befragung des Bundesverbandes bei Frühchen-Eltern aus dem Jahr 2017 zu Ernährungsproblemen fasste er wie folgt zusammen:

Stillen/ Muttermilch

Nur ca. 4 % der Kinder verließen die Klinik voll gestillt, bei weiteren 24 % erfolgte das Füttern in einer Kombination aus Stillen und Flaschenfütterung von abgepumpter Muttermilch. Insgesamt wurden also zum Zeitpunkt der Entlassung nur 28 % der Kinder ausschließlich mit Muttermilch ernährt.

Füttersituation

In ca. 88 % der Fälle wurden die Kinder zu festen Zeiten mit Nahrung versorgt und häufig zu den Mahlzeiten geweckt (ca. 28 %). Nur in knapp 40 % der Fälle gab es regelmäßig Stillversuche auf der Station. Nur ca. 8 % der Eltern berichteten, dass ihr Kind überwiegend dann gefüttert wurde, wenn es wach und aufnahmebereit war.

Magensonde

In ca. 58 % der Fälle wurden die Kinder bis kurz vor der Entlassung mit der Magensonde ernährt, 11 % der Kinder wurden mit Magensonde entlassen.

Essprobleme bei Entlassung

Eine erschreckend hohe Anzahl von Kindern wies bei Entlassung Gedeihstörungen (31 %) und Trinkschwäche (59 %) auf.

Häusliche Fütterprobleme

Nur ca. 30 % der Frühgeborenen hatten in der Folge keine Ernährungsprobleme. Die Mehrzahl der Kinder zeigte folgende Schwierigkeiten beim Essen: lange Trinkdauer, rasche Ermüdung, fehlende Hungerzeichen, häufiges Erbrechen, Schreien und Unruhe während der Mahlzeiten, Verweigerung, bewältigt die vorgeschriebene Trinkmenge nicht, nimmt nicht ausreichend zu, schläft nur wenige Stunden, Probleme bei der Umstellung auf stückige Nahrung etc.

Therapeutische Angebote

Die Studie ergab, dass offenbar in großem Umfang spezialisierte ambulante Hilfsangebote für die betroffenen Familien fehlen. Auch niedergelassene Kinderärzte und Hebammen verfügen oft nicht über fachspezifisches Wissen zur Ernährung von Frühgeborenen, was in den Kommentaren der Eltern deutlich wurde.

Die Zahl der Frühgeborenen mit Essstörungen (ca. 30 % bei FG ⟩ 1550 g) ist erschreckend hoch und geht mit einer enormen Belastung für die Eltern einher. In der Klinikversorgung stehen sich noch immer zwei Richtungen gegenüber: volumen-basiert (Kind muss vorgegebene Mengen schaffen) vs. co-reguliert (Signale des Kindes werden beachtet und respektiert). Das volumen-basierte Füttern ist in den Kliniken immer noch die bevorzugte Methode und trägt einen großen Teil zur späteren Entwicklung von Essstörungen bei. Die Nahrungsaufnahme ist häufig mit Zwang, Atemnot und "Überflutung" verbunden und wird von den Kindern nicht als lustvoll erlebt. Sie können kein Gefühl der Selbstwirksamkeit aufbauen.

"Ad lib – aber mindestens..."

Das Füttern "ad libitum", also nach den Bedürfnissen des Kindes, sollte nicht durch die Festlegung von Mindest-Trinkmengen wieder ausgehebelt werden! Letzteres erzeugt auch einen psychischen Druck auf die Eltern und einen heimlichen Wettbewerb mit den Pflegenden, wer eine größere Menge in das Kind "hineinbekommt". Der psychische Druck, möglichst viel zu füttern, steigt kurz vor der Entlassung noch weiter, weil die Eltern sich wünschen, ohne Magensonde nach Hause zu gehen. Kühn gibt zu bedenken, dass die Magensonde nicht nur negativ gesehen werden sollte, denn sie kann auch den Druck auf Eltern und Kind mindern. Auch das gut gemeinte Aufhängen von Luftballons mit dem erreichten Gewicht des Kindes lenkt die Aufmerksamkeit unter Umständen zu sehr auf die Gewichtszunahme!

Nach Kühn sollten die fütternden Personen die Signale des Kindes erkennen und respektieren. Sie haben die Aufgabe, signalorientiert und nicht zwingend die gesamte Menge zu füttern: "Getrunken werden ("Fluten") ist nicht trinken" (Zitat von M. Jotzo, Darmstadt). Die Eltern müssen dabei frühzeitig unterstützt und angeleitet werden, und es muss Sorge dafür getragen werden, dass sich bei ihnen kein Druck durch zu schaffende Trinkmengen und den Wunsch nach möglichst rascher Entlassung ohne Sonde aufbaut. Denn: "Viel oder alles trinken, heißt nicht unbedingt qualitativ gut zu trinken!" (zitiert nach Hübl, Dysphagie-Symposium Darmstadt 2016). Ziel sollte es sein, dass die Säuglinge die Stillung des Hungers als lustvoll und befriedigend erleben und die Person der Mutter mit diesem Gefühl verknüpfen. Die Neo sollte folgendes tun, um oralen Traumatisierungen und Essstörungen vorzubeugen:
  • frühe, anfänglich kurze Stillversuche; Anlegen, wenn das Kind sucht
  • "übersichtliche" Mahlzeiten (ca. 20 Min. für Stillversuche und Sondieren)
  • Ruhephasen gewähren, Schlaf nie unterbrechen!
  • Kind bestimmt die Dauer von Trinkversuchen selbst (Stress erkennen und beachten)
  • bei erhöhtem O2-Bedarf und Sättigungsabfällen immer Trinkversuch abbrechen, erst bei Stabilität können längere Versuche stattfinden
Diese Art des Fütterns beugt auch Schuldgefühlen und Versagensängsten der Mütter ("Ich kann mein Kind nicht ernähren") vor und verbessert das Trinkverhalten der Kinder.

Dr. Nicole Hübl: "Füttern auf der neonatologischen Station: co-reguliert vs. volumenbasiert"

Dr. Hübl (Dipl. Logopädin, Universitätsklinikum Düsseldorf) informierte in ihrem Vortrag über diese beiden unterschiedlichen Ernährungsformen und zeigte zur Verdeutlichung der Unterschiede eindrucksvolle Videoaufnahmen vom Trinkverhalten Frühgeborener auf ihrer neonatologischen Station.

Sie betonte, dass natürlich das Stillen an erster Stelle stehen sollte, was aber in den meisten Kliniken nicht die Regel ist. Am häufigsten wird eine Kombination aus Stillen und abgepumpter Muttermilch aus der Flasche bzw. Sondenernährung angewendet.

Generell ist das Trinkverhalten von Frühchen durch Unreife, mangelnde Ausdauer, nur kurze Wachphasen und Koordinationsprobleme mit der Atmung gekennzeichnet. Sie müssen die Koordination von Saugen – Schlucken – Atmen erst noch lernen und separieren anfangs diese drei Funktionen, d.h. sie "vergessen" während des Saugens und Schluckens zu atmen oder sie atmen nach mehreren Schluckvorgängen tief ein und verschlucken sich dann. Die Folge sind Apnoen und Stress, und es besteht die Gefahr der Aspiration. Dr. Hübl vergleicht diese Situation mit der eines Unterwasserschimmers, der unter Wasser die Luft anhält und zum Atmen auftauchen muss.

Volumenbasiertes Füttern

...bedeutet Füttern in festgelegten Zeitintervallen und mit festgelegten Mengen, die kontinuierlich gesteigert werden. Dabei wird das Kind häufig geweckt und stimuliert mit dem Ziel, die Trinkmenge einzuhalten. Damit wirken die Kinder oft überfordert und gestresst, zeigen Atemnot, verschlucken sich und erbrechen häufiger. Ist die Saugeröffnung auch noch zu groß, werden sie regelrecht "überflutet". So erleben die Kinder das Trinken als stressbesetzt und fremdbestimmt. Wie bereits beschrieben, geraten auch die Mütter häufig unter Druck und haben Misserfolgserlebnisse, wenn sie die vorgeschriebene Trinkmenge nicht "schaffen".

Co-reguliertes Füttern

...bedeutet eine Orientierung an den Signalen des Kindes und eine wirkliche Interaktion. Die Signale des Kindes (Suchreaktionen, Hungerzeichen, Abwehr, Rückzug, Atemprobleme etc.) werden erkannt und respektiert mit dem Ziel der Stressvermeidung. Das Kind darf "weniger, aber dafür gut" trinken. Es wird dabei in erhöhter Seitenlage gefüttert, um ein Verschlucken zu vermeiden. Der Trinkvorgang wird sofort beendet, wenn das Kind Anzeichen von Überforderung und Atemnot zeigt, dann wird nicht mehr durch Drücken, Ziehen oder Drehen gefordert. Der Sauger wird gekippt durch Absenken der Flasche und verbleibt im Mund, die Erholung wird abgewartet. Auf Suchverhalten wird sofort reagiert, so dass das Kind Gefühle von Selbstwirksamkeit und Zufriedenheit aufbauen kann.

Dr. Hübl wünscht sich auch eine andere Bewertung durch das Pflegepersonal: nicht die Menge, sondern die Qualität des Trinkprozesses sei wichtig und sollte z.B. auch bei Übergaben von den Pflegenden mehr kommuniziert werden, denn: "Viel trinken heißt nicht immer gut trinken!"

Laut Dr. Hübl ist eine gute Anleitung der Eltern und Begleitung des Trinkprozesses notwendig, denn die Station legt damit die Grundlage für die Entwicklung eines genussvoll erlebten, selbstregulierten späteren Essverhaltens bzw. spätere Essstörungen.

Mein Fazit

Im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit als Psychologin auf verschiedenen neonatologischen Stationen habe ich die Erfahrung gemacht, dass Mütter in den Gesprächen immer wieder ihre Unzufriedenheit in Bezug auf das Füttermanagement äußern: sie fühlen sich "nicht richtig als Mutter", weil sie ihre intuitiven mütterlichen Reaktionen wie z.B. Anlegen des Kindes, wenn es Suchverhalten an der Brust zeigt, öfter unterdrücken müssen, weil das Kind "noch nicht dran ist". Hat eine Frühchen-Mutter (noch) nicht genug Milch, gerät sie häufig unter Druck und entwickelt Versagensängste. Deshalb wäre es auch wichtig, Mütter mit langen vorgeburtlichen Klinikaufenthalten, bei denen eine Frühgeburt droht, bereits frühzeitig und in Ruhe auf die Besonderheiten der Muttermilchgewinnung und der Nahrungsaufnahme bei Frühchen vorzubereiten.

Auch erlebe ich bei vielen Müttern eine Verunsicherung durch widersprüchliche Herangehensweisen der Pflegenden: Schwester A gibt Anweisungen, die Schwester B wieder in Frage stellt. Es bedeutet viel Anstrengung für die Mütter, dann selber einen Standpunkt zu finden und ihn auch gegen Kritik durchzusetzen. Dazu haben sie oft nicht die Kraft. Sie profitieren von klaren, gemeinsam mit ihnen getroffenen Absprachen, an die sich dann auch das gesamte Pflegeteam halten sollte.

Leider werden die Mütter generell oft nicht gut oder zu selten beim Stillen/Füttern begleitet und beraten, denn es gibt zu wenig Still- und Laktationsberaterinnen auf den Frühgeborenen-Stationen. Diese sind in der Regel auch noch für alle anderen Mütter auf den Wochenstationen zuständig und deshalb überlastet.

Das "Diktat der Trinkmenge und Gewichtszunahme" hat oft auch zur Folge, dass das Thema Essen und Füttern zu Hause übermächtig wird, denn es berührt die latenten Ängste der Mütter um das Überleben ihrer Kinder. So kann man bei Müttern in der Nachsorge immer wieder beobachten, dass sie sich um die Gewichtszunahme sorgen und die Kinder immer wieder wiegen, obwohl sie offensichtlich wohlgenährt aussehen! Leider verhindert diese Fixierung auf die Gewichtszunahme oft schon von Beginn an das Stillen, denn beim Stillen sind die Trinkmengen sehr unterschiedlich und nicht so gut kontrollierbar wie bei einer Flaschenfütterung. Mit der Flasche fühlen sich Mütter dann auf der sicheren Seite!

Ich denke, dass es noch viel Handlungsbedarf in den Kliniken gibt, um einen signalorientierten, auf die Mutter-Kind-Interaktion zentrierten Umgang mit Stillen/Füttern zu etablieren bzw. zu stärken. Wünschenswert wären auch regelmäßige Schulungen der Pflegenden, damit alle nach einem einheitlichen Standard handeln. Durch eine verbesserte Fütterqualität und Förderung des Stillens kann der Entwicklung von späteren Essstörungen vorgebeugt werden.

Ich wünsche mir auch eine stärkere Wertschätzung und Ermutigung der Frauen und einen sensibleren sprachlichen Umgang durch das Personal, denn die Umstände, unter denen sie die Milch gewinnen, sind meilenweit von ihren Wunschvorstellungen (Bonding gleich nach der Geburt, direktes Anlegen des Kindes, frühes erstes Stillen) entfernt. Stattdessen müssen sie die Milch mechanisch oder per Hand mit einer Pumpe gewinnen. Es ist deshalb keine Selbstverständlichkeit, unter diesen Bedingungen überhaupt Milch zu haben. Das verlangt größte Hochachtung! Für eine Frühchenmutter ist Muttermilch anfangs eines der wenigen Dinge, die nur sie ihrem Kind geben kann. Deshalb sind Äußerungen wie z.B. "Dann bekommt Ihr Kind nichts zu essen!" (gegenüber einer Mutter, die anfangs kaum Milch hatte) kontraproduktiv und bauen einen Druck auf, der wiederum nicht förderlich für die Milchbildung ist!

Auch im Versorgungsnetz gibt es noch viele Lücken. Es gibt beispielsweise zu wenig gut ausgebildete Logopäden, die sich mit den Problemen der unreifen Mundmotorik und der Behandlung der traumatisierenden oralen Erfahrungen bei Frühchen auskennen. Schluck-, Saug- und Essstörungen stellen einen zusätzlichen Indikationsbereich für Logopädie dar.

Das Thema Essstörungen müsste auch im Rahmen der sozialmedizinischen Nachsorge stärker Beachtung finden, um die Eltern mit entsprechenden Beratungsangeboten zu vernetzen und sie zu entlasten. Dabei kann es z.B. auch sinnvoll sein, Pflegegeld zu beantragen, wenn die einzelnen Mahlzeiten lange dauern, die zeitlichen Abstände dazwischen kurz sind, das Kind häufig erbricht und das Kind über längere Zeit nicht zunimmt. Eltern haben wegen dieser erheblichen Belastung einen Anspruch auf Pflegegeld!

Betroffenen Eltern möchte ich die bereits erwähnte Broschüre des Bundesverbandes "Das frühgeborene Kind" e.V. über die Studie zu Ernährungsproblemen empfehlen, die viele hilfreiche Tipps für Eltern zu diesem Thema enthält. ("Ernährungsprobleme bei zu früh geborenen Kindern", 2018). Auch im BvdfK-Magazin Nr. 4 aus 2017 mit dem Schwerpunkt Ernährungsprobleme finden Eltern viele Informationen.

(beide bestellbar über: www.fruehgeborene.de/shop)

Andrea Rahlf


12. September 2019: Erfahrungsaustausch für Frühcheneltern zum Thema Schule

Frühstart lud auch in diesem Jahr wieder die Eltern ehemals zu früh geborener Kinder zu einem Treffen in den schönen Praxisräumen von Sabine Tötter in Niendorf zu einem Erfahrungsaustausch ein.

Die Frühstart-Treffen zum Thema Schule in den letzten Jahren haben immer wieder gezeigt, dass Eltern von Frühchen mit Entwicklungsverzögerungen und Behinderungen häufig große Probleme haben, ihr Kind von der Einschulung zurückstellen zu lassen und/oder eine geeignete Schule zu finden, in der es angemessen betreut werden kann. Mit der Einschulung beginnt ein neuer Lebensabschnitt mit vielen neuen Herausforderungen an Leistungsvermögen, Konzentration, Sozialverhalten und Durchhaltekraft, die sich zu "Stolpersteinen" für ein Frühchen entwickeln können, wenn es noch mehr Zeit für die Reifung benötigt. Denn leider werden bei der Einschulung Frühgeborener immer noch der tatsächliche, statt der errechnete, Geburtstermin zu Grunde gelegt.

Ria Merz, Ulrike Döhrn, Hedda und Hugo Sperl, Andrea Rahlf und Sabine Tötter konnten bei diesem Treffen ca. 20 Eltern begrüßen, eine tolle Resonanz auf die zuvor an Mitglieder und viele Fachleute verschickten Einladungen!

Frühstart konnte vom schulärztlichen Dienst Dr. med. Dirk Stege (Kinderarzt und Kinderkardiologe) gewinnen, der anhand einer Präsentation zu den Themen Schuleingangsuntersuchung, Rückstellung und Nachteilsausgleich informierte.

Schuleingangsuntersuchung

Zunächst informierte Dr. Stege die Eltern über die Schuleingangsuntersuchung, bei der es sich um eine Pflichtuntersuchung nach dem Schulgesetz zur Feststellung der Schulreife handelt. Sie wird in der Regel bei 6-jährigen Kindern nach Einladung (über das zentrale Schulregister) vom Schulärztlichen Dienst der Gesundheitsämter in den Bezirken durchgeführt. Sie umfasst eine Anamnese inklusive des "gelben Heftes" und des Impfausweises, eine körperliche Untersuchung, einen Seh- und Hörtest sowie die Durchführung eines Tests zum Entwicklungsstand in den Bereichen Umgang mit Zahlen, Visuomotorik, Sprache und Körperkoordination.

Rückstellung

Der Geburtstermin bestimmt den Einschulungstermin, auch wenn ein Kind zu früh geboren wurde. Rückstellungen sind generell nicht vorgesehen und können durch die Schulbehörde in vorheriger Beratung mit dem Schulärztlichen Dienst erfolgen. Sie sind dann möglich, wenn in dem Zeitraum der Zurückstellung durch weitere Förderung des Kindes der Besuch einer Regelschule für möglich gehalten wird.

Vorgehen bei Entwicklungsdefiziten

Dr. Stege empfiehlt Hamburger Eltern den Kontakt zu folgenden sozialpädiatrischen Zentren, in denen Entwicklungsverzögerungen diagnostiziert und behandelt werden können:
  • Werner-Otto-Institut (Bodelschwinghstraße 23, 22337 Hamburg)
  • Zentrum für Kindesentwicklung (Rümkerstraße 15-17, 22307 Hamburg)
Es empfiehlt sich weiterhin eine Beratung an einem regionalen Bildungszentrum der Schulen (ReBBZ's) und dem Jugendpsychiatrischen Dienst der Bezirksämter. Da man in allen genannten Institutionen mit langen Wartezeiten rechnen muss, sollte eine Untersuchung und Begutachtung frühzeitig erfolgen, da Schulen bis Ende März zusätzlichen Bedarf angemeldet haben müssen!

Dr. Stege hat folgende Tipps für Eltern:

  • Sie sind die Anwälte ihrer Kinder, Sie kennen sie am besten und können in der Regel sehr gut selber einschätzen, wann der richtige Zeitpunkt der Einschulung ist und was Ihre Kinder benötigen, um auch in der Schule einen guten Start zu haben!
  • Falls der Kinderarzt diese Einschätzung nicht teilt und auch den Sinn weiterer Förderungsmaßnahmen nicht sieht, wechseln Sie ihn!
  • Informieren Sie sich so früh wie möglich über die Themen Vorschule, Schuleingangsuntersuchung und die in Frage kommenden Schulen! Schauen Sie sich verschiedene Schulen an und führen Sie Gespräche mit den Schulleitungen.
Eltern, die mehr zum Thema "Frühchen und Schule" wissen möchten, weisen wir auf folgende Informationsquellen hin:
Andrea Rahlf


4.-8. September 2019: Musiktherapie-Wochenende

Wir freuen uns, dass Frühstart Hamburg e.V. sich in diesem Jahr mit einer finanziellen Unterstützung am Musiktherapie-Wochenende des Bundesverbandes beteiligen konnte. Durch weitere Unterstützer wie dem BioPharma Unternehmen AbbVie Deutschland GmbH und der Kroschke-Kinderstiftung konnte der Bundesverband erst diese tolle Veranstaltung ausrichten.

Aus familiären Gründen musste der Frühstart Vorstand leider seine Teilnahme absagen - was er sehr bedauerte.

Bericht des Bundesverbandes


28. August 2019: Stillkissen für die Neonatologie im UKE Eppendorf

28. August 2019: Stillkissen für die Neonatologie im UKE Eppendorf Wir freuen uns sehr, dass Frühstart-Spendengelder den Erwerb von sechs abwaschbaren Stillkissen (davon zwei Zwillingskissen) für die Neonatologie im UKE Eppendorf ermöglicht haben.

Die Übergabe erfolgte durch Christiane Stock 1. Vorsitzende von Frühstart Hamburg e.V. und Ria Merz.

Bei Prof. Dr. Dominique Singer (Ärztliche Leitung Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin), Mandy Lange (Pflegeleitung Intensivstation für Früh- und Neugeborene 5H), sowie Judith Karger-Seider und Ulrike Attmer, war die Freude sehr groß. Auch die Damen Andrea Rahlf und Sabine Tötter von Frühstart, die Gespräche für Frühcheneltern im UKE anbieten, waren begeistert.

Die abwaschbaren Stillkissen werden insbesondere für den professionellen Einsatz in Kliniken und Stillgruppen genutzt. Sie unterstützen Mütter und deren Kinder während der Stillzeit. Der Säugling wird in eine bequeme Stillhaltung gebracht, ohne dass sich die Mutter anstrengen muss, ihr Kind in die richtige Position zu bekommen, vor allem weil die Mutter ihr Baby nicht halten muss.

Ria Merz


13. April 2019: Budni-Patentag

13. April 2019: Budni-Patentag DANKE an alle Mitarbeiter der Budni Filiale im AEZ Poppenbüttel und natürlich die Kunden!

Zum ersten Budnianer-Hilfe-Patentag in diesem Jahr waren wir wieder im AEZ. Die Patenschaft für Frühstart wurde von der Filiale im AEZ Poppenbüttel erneut gern übernommen. Wir fühlen uns dort sehr gut aufgenommen und die Unterstützung ist riesengroß!

Für die Kunden hatten wir an diesem Tag einen Info-Stand von Frühstart in der Filiale aufgebaut und ihnen so die Möglichkeit gegeben, gegen eine Spende Artikel aus einem bunten Sortiment von Kraken, Pflasterboxen, Schlüsselanhängern, sowie Muffins, Tee und Kaffee zu erwerben. Für die Kinder gab es kleine Extras wie Luftballons, Budni-Windmühlen etc.

UND das Glücksrad – eine sehr gute Idee der Filialleitung. 1x Drehen für 1 € = 1 Gewinn. Es war der Renner! Die Filiale stellte uns freundlicherweise kleine Gewinne und jede Menge Trostpreise für die Kinder und auch einiges für die Erwachsenen zur Verfügung. Es war schön zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder und auch die Eltern dieses Glücksrad nutzten.

Die Möglichkeit, den Einkaufsbetrag an den Kassen aufzurunden, wurde von den Kunden sehr gut angenommen. Die Kassierer*innen haben unablässig und leidenschaftlich für das Aufrunden geworben und so den großen Erfolg mit ermöglicht. Der im Laufe des Tages zusammengekommene Betrag von insgesamt € 2.098,75 geht komplett als Spende an Frühstart. Vielen Dank - wir freuen uns sehr!!!

Unser Frühstart-Team wurde – wie auch die letzten Male – sehr von der Filialleitung (Herr Cholewa, Frau Bonik und Frau Harder), sowie deren Kollegen*innen unterstützt.
Deshalb möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bei den BudnianerInnen für ihren engagierten Einsatz am Patentag und ihre Treue zu Frühstart bedanken!
Wir haben jedes Mal wieder viel Spaß und freuen uns über die Spenden-Einnahmen, mit denen wir unsererseits die Frühgeborenen-Familien und die Kliniken in ihrer Arbeit unterstützen können.

Einen herzlichen Dank auch den Frühstartlern Alexandra Hückelheim, Andrea Rahlf, Natascha Golz, Christina und Rui Rainho, Hedda, Hugo und Maximilian Sperl und Michael Merz.

Ria Merz


8. Februar 2019: Übergabe einer Frühchenpuppe an das Marienkrankenhaus

Wir freuen uns, dass durch Frühstart-Spendengelder der Erwerb einer Frühchenpuppe für das Marienkrankenhaus ermöglicht wurde. Die Übergabe, der von der Künstlerin Ursula Konhäuser lebensecht gestalteten Puppe an die Neonatologie des Marienkrankenhauses, erfolgte durch Christiane Stock, 1. Vorsitzende von Frühstart Hamburg e.V., und Barbara Mitschdörfer vom Bundesverband "Das frühgeborene Kind".

Anlässlich der Übergabe der Frühchenpuppe gab es einen Pressetermin, ein kurzer Artikel erschien am 6. März 2019 in allen Hamburger Wochenblättern: hier ansehen.
Den Artikel gibt es alternativ auch auf facebook.


2016: Neues Angebot – offene Hebammensprechstunde

Ab sofort bieten die Familienhebammen des Kinder- und Familienzentrums Barmbek Basch (KiFaZ) eine offene Hebammensprechstunde für Schwangere und Eltern mit Babys bis zu 1 Jahr in zwei Stadtteilen an. Insbesondere auch für Mütter mit Frühchen, die noch keine niedergelassene Hebamme haben, ist dieses Angebot interessant.

Offene Hebammen-Sprechstunde in Langenhorn

Jeden Freitag von 10:00 bis 12:00 Uhr
In den Räumen der Elternschule Langenhorn, Holitzberg 139, 22417 Hamburg (gegenüber der Asklepios Klinik Nord-Heidberg)

Kontakt: Gabriele Biehl (Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen Hamburg-Nord und Familienhebamme)
Tel: 040-2000 48 00
Mobil: 0157-77535017
Mail: gf.biehl@kifaz.de
www.barmbek-basch.info/kifaz


Offene Hebammen-Sprechstunde in Barmbek-Süd

Jeden Mittwoch von 14:00 bis 15:30 Uhr
In den Räumen des Projektes "Andere Umstände", Vogelweide 34, 22081 Hamburg (Nähe U-Bahn Dehnhaide)

Kontakt: Camilla Mertins (Familienhebamme)
Tel. 040-2982 06 06
Mail: familienhebammen-barmbek@kifaz.de
www.barmbek-basch.info/kifaz

Kosten: Die Hebammen-Sprechstunde ist kostenlos und Sie müssen sich dafür nicht anmelden. Bringen Sie einfach Ihre Fragen mit!