Frühstart - Elterninitiative für Früh- und Risikogeborene Hamburg e.V.
Berichte-Archiv 2015
November 2015: Zwischenbilanz - Workshop Sensibilisierung für die Bedürfnisse Frühgeborener und ihrer Eltern

November 2015: Zwischenbilanz - Workshop Sensibilisierung für die Bedürfnisse Frühgeborener und ihrer Eltern Im April 2013 starteten wir dieses Projekt mit dem Ziel, das Fachpersonal in Kitas, Schulen und therapeutischen Institutionen für die Erfahrungen Frühgeborener und ihrer Eltern während der Klinikzeit und der ersten Zeit zu Hause zu sensibilisieren sowie über die Besonderheiten der Entwicklung Frühgeborener zu informieren.

Wir besuchen die Einrichtungen direkt vor Ort. Das ist für die Teilnehmer angenehmer, da diese vielleicht einen anstrengenden Arbeitstag hinter sich haben und auch die Fahrzeit sparen. So können die Workshops im Rahmen einer Dienstbesprechung und/oder direkt nach der Arbeit stattfinden.
Während einer ca. 1 1/2-stündigen Präsentation führen wir die Teilnehmer anhand von Frühchenpuppen, in der Größe passenden Schnullern, Windeln und Kleidungsstücken, den entsprechenden medizinischen Geräten, Hörproben und Fotos von einer Intensivstation durch die Erfahrungswelt von Frühchen und ihren Eltern während des oft langen Klinikaufenthaltes. Außerdem können sich die Teilnehmer Fotos von Entwicklungsverläufen frühgeborener Kinder anschauen.

Unser Referentinnen-Team


Das Team besteht aus den vier Frühstart-Aktiven Ulrike Brinkmann, Christiane Stock, Elisabeth Wesche und mir. Wir sind selber Frühchen-Mütter und unterstützen seit vielen Jahren ehrenamtlich Frühchen-Eltern in Hamburger Kliniken. In die Workshops fließen sowohl unsere persönlichen Erlebnisse und die Erfahrungen aus der Frühstart-Elternberatung als auch unsere beruflichen Qualifikationen aus Frühförderung und Psychologie ein. Wir begleiten die Workshops in jeweils wechselnder Besetzung zu zweit und sind sehr gut aufeinander eingestimmt.

Mit allen Sinnen...


...sollen sich die Teilnehmer in das Erleben der ehemaligen Frühgeborenen und ihrer Eltern hineinversetzen. Durch unsere Frühchen- und "reifen" Puppen spüren sie im direkten Vergleich, wie es sich anfühlt, ein kleines, untergewichtiges Frühchen oder ein normalgewichtiges Baby im Arm zu halten. Dabei hilft uns besonders Frühchen-Puppe Lewis, die sehr lebensecht wirkt und dadurch die verschiedensten Reaktionen hervorruft: sofortiges Ins-Herz-Schließen, Streicheln, vorsichtiges Im-Arm-Halten, Stützen des Kopfes, aber auch Betroffenheit, Berührungsängste und Hilflosigkeit. Also all das, was auch die Eltern spüren, wenn sie zum ersten Mal ihr Frühchen in den Armen halten!
Medizinisches Material, Babykleidung, Windeln und Schnuller in normaler und Frühchengröße ermöglichen ebenfalls den Vergleich zwischen reif- und frühgeborenen Kindern.
Außerdem vermitteln wir den Teilnehmern einen Eindruck vom sensorischen Umfeld auf einer neonatologischen Intensivstation: bei geschlossenen Augen hören sie Geräuschproben (Monitor-Alarme, Hantieren am Inkubator, Aufreißen von Verpackungen, Beatmungsgeräusche, Spieluhr), riechen den Geruch von Sterilium und spüren einen kleinen Schmerzreiz (Pieksen in Hand oder Arm) auf der Haut. So können die Teilnehmer direkt erleben, welchen Stör- und Schmerzreizen Frühchen auf einer Intensivstation ausgesetzt sind und was sie dabei empfinden.

Besonderheiten der Entwicklung Frühgeborener


Bevor wir mit den Teilnehmern über mögliche Auswirkungen der Frühgeburt auf die weitere psychosoziale Entwicklung sprechen, betonen wir zunächst, dass es nicht "das" Frühchen gibt, sondern jedes frühgeborene Kind, wie alle anderen Kinder auch, ein einzigartiges Individuum ist. Die Teilnehmer werden im Weiteren über die erste Zeit zu Hause mit ihren Anforderungen an Eltern und Geschwister und die möglichen Besonderheiten und Risiken informiert.

Frühgeborene in der Kita bzw. Schule


Im zweiten Teil des Workshops erarbeiten die Teilnehmer in Kleingruppen, welche Bedingungen ehemalige Frühchen und ihre Eltern idealer Weise benötigen, um sich in ihrer Kita oder Schule gut zu entwickeln bzw. sich gut aufgehoben zu fühlen. Die Ergebnisse werden zusammengetragen und mit der gesamten Gruppe besprochen. Am Ende steht ein Plakat mit den erarbeiteten Punkten, das die Teilnehmer in ihrer Einrichtung behalten.

Die Rückmeldungen, die wir in den letzten zweieinhalb Jahren erhalten haben, lassen sich wie folgt zusammenfassen:
  • Wissen über Frühgeburt und ihre Folgen

    Viele Fakten zu Häufigkeit, medizinischen und psychosozialen Problemen mit ihren Auswirkungen auf die Gesundheit und die weitere Entwicklung von Frühchen waren den Teilnehmern nicht bekannt.
  • Empathie und Wertschätzung

    Die direkte sinnliche Erfahrung über Fühlen, Sehen, Hören und Riechen führte bei den Teilnehmern zu einem vertieften Zugang zu den Erlebnissen der Frühgeborenen und ihrer Eltern in den ersten Lebensjahren und damit zu einem besseren Verständnis. Immer wieder wurde eine große Hochachtung für das, was die Eltern bereits durchgestanden und im Einsatz für ihre Kinder geleistet haben, ausgedrückt.
  • Überdenken der bisherigen Umgangsweisen mit Frühchen und ihren Eltern

    Alle bisherigen Workshop-Teilnehmer hatten bereits Erfahrungen mit Frühchen. Vieles erschien ihnen durch den Workshop in einem neuen Licht oder war plötzlich besser verständlich, z.B. dass Frühgeborene oft wegen der vielen schmerzhaften Blutentnahmen an den Fersen eine Empfindlichkeit im Bereich der Füße aufweisen können oder die Ursache möglicher Essprobleme in der langen Sondenernährung und die damit verbundenen Missempfindungen im Mundbereich liegen kann. Insbesondere die Kita-Mitarbeitern erkannten eine Reizüberflutung für die Frühchen ("weniger wäre oft mehr") und bemerkten fehlende Rückzugsmöglichkeiten in ihren Einrichtungen.

Das Fazit aller bisherigen Workshops lautet:


Das, was Frühchen guttut, tut allen Kindern gut: Zeit, Geduld, Wertschätzung, Ermutigung, Achtung ihrer Grenzen, kleine Gruppen, feste Tagesstrukturen mit Ruhephasen, konstante und liebevolle Bezugspersonen und eine sanfte Eingewöhnung!
Gleichermaßen benötigen ihre Eltern viel Wertschätzung für das bisher Geleistete, Verlässlichkeit und viele Gespräche, um ihr Kind, um dessen Überleben sie oft lange gekämpft haben, vertrauensvoll in die Hände anderer geben zu können.

Rückblick – ein paar Zahlen


Seit Beginn des Projektes vor zweieinhalb Jahren haben wir 22 Einrichtungen in Hamburg und Umgebung besucht:
  • 12 Kitas, die meisten mit Krippe
  • 8 Einrichtungen aus den Bereichen Frühförderung, Frühe Hilfen, Hebammen, Tagespflege, Schulen für Ergotherapie und Frühförderung und Wellcome
  • 2 Schulen
Die Gruppengröße variierte dabei zwischen 5 und 25 Teilnehmern.

Ausblick


Die Frühstart-Eltern-Treffen zum Thema Frühchen und Schule sowie unsere Informationsveranstaltung "Welche Schule für mein Kind?" am 8. Oktober 2015 haben uns noch einmal verdeutlicht, welche Probleme ehemals frühgeborene Kinder in der Schule haben können und dass Lehrer, bedingt durch die Inklusion und die steigende Anzahl der Frühgeburten, immer mehr ehemalige Frühchen in ihren Einrichtungen betreuen und sich manchmal überfordert fühlen.

Daher möchten wir auch weiterhin Fachleute für die Bedürfnisse Frühgeborener und ihrer Eltern in so wichtigen Lebensabschnitten wie dem Kita- und dem Schulalter sensibilisieren, um die Entwicklungsbedingungen für diese Kinder stetig zu verbessern und die Wertschätzung für ihre Eltern zu erhöhen!

Alle Infos finden Sie unter www.fruehstart-hamburg.de/workshop.html
Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme und auf interessante Workshops in 2016!

Andrea Rahlf


21. November 2015: Budni-Patentag am Schmuggelstieg

21. November 2015: Budni-Patentag am Schmuggelstieg Der diesjährige Budni-Patentag fand an einem kalten Novembervormittag statt. Wir Frühstart-Aktiven bauten unseren Info-Stand und einen kleinen Flohmarkt am Morgen auf. Unterstützt durch die Muffin Spenden der Kolleginnen um die neue Filialleiterin Yvonne Goßmann konnten wir den Budni-Kunden heiße Getränke, etwas Süßes und Kleinigkeiten von einem von der Filiale bestückten Flohmarkt gegen Spende anbieten.

Wir haben nicht nur viele Gespräche mit interessierten Besuchern über unsere Elternarbeit geführt, sondern auch mit den Stammkunden, die uns an jedem Patentag besuchen, nett geklönt.

Am Ende des Tages haben wir durch das Aufrunden der Einkaufsbeträge im Geschäft und die Spenden, die wir an unserem Stand erhielten, 324,20 Euro als Spende erhalten!

Wir bedanken uns sehr herzlich für die Unterstützung durch "unsere" Patenfiliale am Schmuggelstieg und wir freuen uns auf die nächste gemeinsame Aktion.

Christiane Stock


17. November 2015: Weltfrühgeborenentag

17. November 2015: Weltfrühgeborenentag

Marcus Weinberg (CDU) zu Gast im Zentrum für Familienbegleitung – Kinderlotse e.V. am UKE


Am Weltfrühgeborenentag besuchte der familienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Marcus Weinberg auf Initiative des Bundesverbandes "Das frühgeborene Kind" e.V. den Kinderlotsen, um sich vor Ort über die sozialmedizinische Nachsorge für Frühgeborene zu informieren.

Wir haben uns sehr gefreut, dass auch Frühstart hierzu eingeladen war und ich als ehrenamtliche Frühstart-Elternberaterin im UKE an diesem Treffen teilnehmen konnte. Außerdem waren Prof. Dr. Dominique Singer als Leiter der neonatologischen Intensivstation am UKE und vom Kinderlotsen Heiderose Killmer (1. Vorsitzende), Katrin Seidel (Leiterin der sozialmedizinischen Nachsorge) und die Casemanagerinnen anwesend. Um auch aktuell betroffenen Eltern eine Stimme zu geben, waren Familie Kokott mit Zoe und unser Frühstart-Mitglied Rada Krohn Cortes mit ihren Kindern Carlos und Luis dabei.

Prof. Singer informierte Herrn Weinberg zunächst über das Thema Frühgeburt. Die Zahlen, die Prof. Singer präsentierte, ca. 60 000 Frühgeborene bundesweit pro Jahr und davon ca. 220 Extremfrühgeborene allein in Hamburg, beeindruckten Herrn Weinberg sehr. Er hatte nicht erwartet, dass es sich bei den Frühchen um eine so große Gruppe handelt...

Den vollständigen Bericht als PDF anzeigen.

Andrea Rahlf


17. November 2015: Weltfrühgeborenentag - Frühchen-Treffen im UKE

17. November 2015: Weltfrühgeborenentag In diesem Jahr hatten Schwester Melanie Brandt, Sabine Tötter und ich uns vorgenommen einmal "unsere" Frühchen-Familien in den Mittelpunkt des Tages zu stellen. Wir planten deshalb ein gemeinsames Kaffeetrinken mit den Familien, die in den letzten vier Jahren ihre Frühgeborenen im UKE zur Welt gebracht hatten.

Melanie Brandt übernahm dankenswerter Weise die Einladung zu dieser Veranstaltung und organisierte Kaffee und Kuchen. Die Kosten für das Catering trug das UKE. Außerdem konnte der weibliche Klinik-Clown für die Unterhaltung der Kinder gewonnen werden. Anke Büttger, langjähriges Mitglied von Frühstart, unterstützte uns ebenfalls tatkräftig. Christiane Kistner von der Kinderphysiotherapie des UKE stellte uns die Gymnastikhalle zur Verfügung und half uns bei der Veranstaltung.

Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle an alle engagierten Helferinnen, die durch ihr Mitwirken diese Aktion überhaupt erst ermöglicht haben!

Die Resonanz auf unsere Einladung überraschte und freute uns sehr: es meldeten sich 27 Familien mit insgesamt 40 Kindern an! Außerdem kündigten Prof. Dr. Dominique Singer, Leiter der Neonatologie, Oberarzt Dr. Thilo Diehl und die Stationsleiterin Mandy Lange ihr Kommen an.

Nachdem der Stein erst einmal ins Rollen gebracht worden war, fragte auch noch die Journalistin Kerstin Graupner von der Unternehmenskommunikation des UKE an, ob sie Fotos machen und einen Bericht über das Frühchen-Treffen in die aktuelle Ausgabe der UKE NEWS aufnehmen könne. Sie konnte Bettina Thorn-Christoph dafür gewinnen, in der Titelgeschichte von den Erfahrungen mit ihrem frühgeborenen Sohn Clemens im UKE zu berichten. Ein Foto von "unseren" Frühchen sollte die Titelseite schmücken.

Und dann ging es rund: in einem ersten "Schwung" kamen die Familien mit etwas älteren Kindern, im zweiten "Schwung" dann die Kleinsten. Vor der Gymnastikhalle entwickelte sich ein Kinderwagenstau, in der Halle ein fröhliches Gewusel von Frühgeborenen und ihren Geschwistern! Während die Kinder spielen und toben konnten, unterhielten sich die Erwachsenen bei Kaffee und leckerem Kuchen, der natürlich auch bei den Kindern gut ankam. Alle waren gut gelaunt, hatten Spaß am Toben und den Spielen und Späßen des Klinik-Clowns.

Prof. Dr. Singer und Dr. Diehl zeigten sich sehr beeindruckt von der Entwicklung ihrer ehemaligen kleinen Patienten. Sie nahmen sich viel Zeit, um mit den Eltern ins Gespräch zu kommen und standen für Fragen zur Verfügung. Auch für uns Frühstartlerinnen und die Schwestern Mandy und Melanie war es etwas ganz Besonderes, die Kinder und ihre Eltern wiederzutreffen, denn meistens verliert sich nach der Klinikentlassung der Kontakt zu ihnen. Mandy konnte sich gar nicht wieder trennen und bedauerte es, dass nicht noch mehr Schwestern die Gelegenheit genutzt hatten, ihre kleinen Patienten wiederzusehen. Sie nahm sich vor, auf der nächsten Dienstbesprechung ihren Kolleginnen davon zu berichten und Fotos zu zeigen. Denn eine bessere Motivierung und Bestätigung für die intensive Pflege- und Betreuungsarbeit der Schwestern kann es eigentlich kaum geben.

Nach diesem schönen Nachmittag mit vielen netten Gesprächen und der Begegnung mit den Kindern waren wir uns alle einig: das war eine gelungene Aktion, die der Idee des Weltfrühgeborenentags gerecht wurde!

Inzwischen ist auch die neue Ausgabe der UKE NEWS erschienen. Frau Graupner hat auf der Basis eines Interviews mit Bettina Thorn-Christoph einen sehr berührenden Bericht über Bettinas Erfahrungen mit der Frühgeburt von Clemens geschrieben, in dem auch die "Frühchen-Gang" erwähnt wurde: die Familien Wunder-Conrads mit Emil und Paul, Hörst mit Juri, Schwalm-Riedel mit Nika, Schnittcher mit Paul, Werner mit Emma und Thorn-Christoph mit Clemens lernten sich in der Klinik kennen und halten den Kontakt zueinander bis heute! Alle wichtigen Ereignisse wie z.B. Geburtstage werden gemeinsam mit allen Kindern gefeiert. Die geteilten Erfahrungen mit der Frühgeburt, das Verständnis füreinander und die Anteilnahme in der Gruppe waren diesen Müttern in den vergangenen Jahren eine gute Stütze und haben bestimmt über so manche emotionale Belastung hinweggeholfen. Den Bericht können Sie unter www.fruehstart-hamburg.de/presse.html nachlesen.

Andrea Rahlf


Herbst 2015: Barbara Gladisch - Herzlich Willkommen bei Frühstart!

Herbst 2015: Barbara Gladisch - Herzlich Willkommen bei Frühstart! Mein Name ist Barbara Gladisch, ich wohne mit meinem Mann und meinen beiden Kindern Constantin und Clara im Alstertal. Mein Sohn Constantin kam in der 24+4 SSW mit einem Geburtsgewicht von 770g kurz vor Weihnachten 2013 in der Asklepios Klinik Barmbek zur Welt.

Nach einer turbulenten Schwangerschaft war die plötzliche Geburt eines so kleinen und zarten Wesens ein großer Schock für die ganze Familie. Die darauffolgenden Sorgen und Ängste durch zahlreiche Komplikationen, die ein so extrem frühgeborenes Kind mit sich bringt, waren eine große Herausforderung für mich.

Und auch heute ist das Leben mit Constantin aufregend und mit vielen Hürden verbunden. Aber durch die steten positiven Fortschritte freue ich mich über alle kleinen Entwicklungen meines Sohnes und über ihn. Er ist ein freundlicher kleiner Junge, der immer ein Lächeln im Gesicht hat und zusammen mit seiner großen Schwester Clara zu allerhand Schabernack aufgelegt ist. Alleine das ist eine schöne Entschädigung für die vielen Arzt- und Therapietermine die unseren Alltag ausmachen und gibt uns das gute Gefühl, trotz allem, eine "normale" Familie zu sein.

In der ersten Zeit in der Klinik habe ich mir immer gewünscht, mich mit jemandem austauschen zu können, der Ähnliches erlebt hat. Daraus hat sich mein jetziges Engagement bei Frühstart entwickelt und der Wunsch andere betroffene Eltern in der Klinikzeit zu unterstützen. Daher freue ich mich die Elternberatung in der Asklepios Klinik Barmbek mit aufbauen zu können. Nach einigen "Probeläufen" in verschiedenen Klinik in Hamburg, zusammen mit Christiane Stock, bin ich seit Herbst 2015 regelmäßig in Barmbek auf der Frühgeborenen Station zu finden.

Ich freue mich auf die ehrenamtliche Arbeit bei Frühstart und die kleinen positiven Impulse die ich anderen betroffenen Eltern geben kann.

Barbara Gladisch


24./25. Oktober 2015: Unsere Mütterfahrt an den Bistensee

24./25. Oktober 2015: Unsere Mütterfahrt an den Bistensee In diesem Jahr haben wir eine alte Frühstart-Tradition wieder aufleben lassen: wir luden "unsere" Frühstart-Mütter mit Kindern unter sechs Jahren zu einer Mütterfahrt ein, um ihnen die Möglichkeit zu geben, einmal abseits vom anstrengenden Alltag im Kreise Gleichgesinnter die Seele baumeln zu lassen und Erfahrungen auszutauschen.

Unsere Vereinsvorsitzenden Christiane Stock und Natascha Golz wählten das Seehotel Töpferhaus in Alt-Duvenstedt am schönen Bistensee aus, was sich als Volltreffer erwies: es liegt wunderschön direkt am Seeufer und hat einen tollen Wellness-Bereich mit Sauna zum Entspannen sowie viele zusätzliche Angebote wie z.B. Massagen, die auch gleich für die mitreisenden Mütter gebucht wurden. Dieses Entspannungsprogramm wurde ergänzt durch eine Pilates-Stunde unter Anleitung von Bianca Degasperi. Herzlichen Dank an Christiane und Natascha für euer großes Engagement bei der Gestaltung eines rundum schönen Wochenendes!

Acht Frühchenmütter starteten am Samstagvormittag nach Alt-Duvenstedt: Sonja Hörst, Alexandra Hückelheim, Eva-Maria Stadler, Bettina Thorn-Christoph, Susann Werner, Natalie Mertin sowie die Zwillingsmütter Rada Krohn Cortes und Susanne Meyer. Da sechs der Mütter ihre Kinder im UKE zur Welt gebracht hatten und ich als dortige Frühstart-Beraterin bereits Kontakt zu ihnen hatte, erhielt ich ebenfalls die Möglichkeit, mitzufahren. Auch dafür meinen herzlichen Dank!

Ankommen

Nach dem Beziehen der Zimmer saßen wir bei Kaffee und Kuchen im Kaminzimmer zusammen, um uns kennenzulernen. Es hatte sich schon im Vorfeld herausgestellt, dass drei Mütter seit ihrer Klinikzeit im UKE in regelmäßigem Kontakt miteinander stehen. Besonders berührend fand ich zu erfahren, dass die Mütter und Kinder dieser Gruppe Sonja und ihren Sohn Juri aus dem UKE abholten, als diese endlich nach langem Klinikaufenthalt nach Hause gehen konnten! Das zeigt, wie eng die oft lange Klinikzeit Mütter "zusammenschweißen" kann. Es ist schön zu sehen, wie sie sich auch heute noch gegenseitig unterstützen!

Entspannen

Dann war es auch schon an der Zeit für die Pilates-Stunde mit Bianca im Seezimmer. Vor einem Panorama-Fenster mit fantastischem Ausblick auf den See und bei Kerzenschein entspannten wir uns mit Pilates-Übungen bei leiser Musik.
Anschließend gab es Zeit zur freien Verfügung, die für Ausruhen, Spazierengehen oder einen Saunagang genutzt wurde. Auch dabei ergaben sich immer wieder zwanglose Gespräche, in denen Erfahrungen ausgetauscht wurden. Zwischendurch hatten die Mütter Gelegenheit zu einer individuellen Massage, die von allen gern angenommen wurde.

Erfahrungen austauschen

Bei einem schönen Abendessen in "unserem" Kaminzimmer erzählten die Mütter dann von ihren persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen mit ihren Frühchen. In diesem Kreis von ebenfalls Betroffenen fiel es nicht schwer, auch über schmerzhafte Themen wie z.B. die Behinderung eines Kindes zu sprechen. Jede Mutter hatte genügend Zeit und Raum, von sich zu erzählen und konnte sich der einfühlsamen Anteilnahme der anderen sicher sein. Es war sehr schön zu erleben, wie sich von Beginn an eine vertrauensvolle, entspannte Atmosphäre entwickelte, in der viel Persönliches erzählt, viel gelacht und auch mal geweint wurde.
Diese Gespräche wurden vor dem Kamin in der Lobby bei einem Glas Wein bis in die Nacht fortgesetzt. Dabei berichtete Sonja Hörst uns auch von der Musiktherapiewoche des Bundesverbandes "Das frühgeborene Kind" e.V., an der sie mit Sohn Juri teilgenommen hat.

Am Sonntagmorgen trafen wir uns alle bei einem leckeren Frühstück wieder. In der anschließenden Gesprächsrunde wurden viele Themen vom Vortag wieder aufgegriffen: die Klinikerfahrungen, die weitere Entwicklung der Kinder, Schwangerschaft nach einer Frühgeburt, eigene Psychotherapie u.v.m.

Übrigens war es für einige Mütter das erste Mal seit der Geburt ihrer Kinder, übers Wochenende von der Familie fern zu sein und wieder einmal etwas ganz allein für sich zu tun. Alle genossen es sehr, zwei Tage ohne die üblichen Pflichten zu verbringen! Dabei war es durchaus hilfreich, einen eher mäßigen Handyempfang zu haben, also einfach mal weg und nicht erreichbar zu sein!

Wir unternahmen zum Abschluss einen Spaziergang am Bistensee bei schönstem Herbstwetter und nutzten die Zeit für weitere Gespräche und ein Fotoshooting. Die wunderschöne Natur rund um den See trug viel zum Wohlgefühl bei.

Alle Mütter betonten, wie gut ihnen der Austausch mit anderen von einer Frühgeburt betroffenen Frauen in entspannter Atmosphäre getan hätte. In einer solchen Gruppe teilt man viele Erfahrungen, fühlt sich besser verstanden und nimmt das Gefühl mit, mit seinem nicht immer leichten Lebensschicksal nicht allein zu sein. Die große Anteilnahme und das gegenseitige Verständnis in der Gruppe ermöglichte es allen Müttern, offen über sich und die eigenen Erfahrungen zu sprechen.

In einem Beratungsgespräch fragte mich kürzlich eine Frühchenmutter, ob meine Kinder eigentlich stolz auf mich wären. Sie würde alles dafür tun, damit ihr Kind später stolz auf sie sein könnte. Zunächst war ich von diesem Perspektivwechsel etwas verblüfft (sonst sind ja immer nur die Eltern stolz auf ihre Kinder), denke aber inzwischen, dass ich irgendwann diese Frage auch mal meinen Kindern stellen möchte. Wie in unserer Mütter-Runde deutlich wurde, haben sich alle mit viel Engagement, emotionalen Berg- und Talfahrten und vor allem viel Liebe durch die schwierige Startzeit mit ihren Kindern gekämpft und unterstützen diese mit all ihrer Kraft in ihrer weiteren Entwicklung. Ich finde, dass Juri, Greta, Philippa, Clemens, Xenia, Hanna und Felix, Carlos und Luis und Emma später sehr stolz auf ihre Mütter (und Väter) sein können!

Auf Wiedersehen!

Nach einem letzten Mittagessen wurde allen bewusst, dass die Zeit wie im Fluge und viel zu schnell vergangen war. Wir verabschiedeten uns sehr herzlich voneinander mit dem Versprechen, in Kontakt zu bleiben und uns nach Möglichkeit am Weltfrühgeborenentag am 17.November im UKE wiederzusehen.

Ich denke, alle Mütter haben diese Auszeit sehr genossen, und ich wünsche ihnen, dass sie ein bisschen Entspanntheit und Gelassenheit in den Alltag mitnehmen können.

Andrea Rahlf


20. Oktober 2015: Spende des evangelischen Kindertagesheimes St. Stephanus an Frühstart

20. Oktober 2015: Spende des evangelischen Kindertagesheimes St. Stephanus an Frühstart In aller Frühe um 7.00 Uhr machten Christiane Stock und ich uns auf den Weg zur Kita St. Stephanus in der Schwenckestraße in Eimsbüttel, um die großzügige Spende von der Kita-Leiterin Silke Meibauer entgegenzunehmen.

Die Mitarbeiterinnen hatten anlässlich eines Sommerfestes am 5. September 2015 um Spenden für unseren Verein gebeten, nachdem wir dort im Juli dieses Jahres mit unserem Workshop "Sensibilisierung für die Bedürfnisse Frühgeborener und ihrer Eltern" zu Gast waren. Die Eltern wurden auf dem Fest mit einem Plakat, Flyern, Puppen und Frühchen-Sachen (kleine Schnuller und Windeln) auf die Besonderheiten von Frühchen und die Arbeit von Frühstart aufmerksam gemacht. Christiane Stock besuchte das Sommerfest, um den Mitarbeiterinnen für ihr Engagement zu danken und Eltern über unseren Verein zu informieren.

Wir freuten uns sehr darüber, dass Frau Meibauer und ihr Team unseren Workshop gebucht hatten, um "ihre" Frühchen und deren Eltern besser verstehen und begleiten zu können. Nach dem Workshop entwickelte sich bei den Erzieherinnen der Wunsch, Frühstart durch die Spendensammlung zu unterstützen, die sehr erfolgreich war: es kamen sage und schreibe 251,23 € zusammen!

Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich bei Frau Meibauer, Frau Sarikaja und ihren Kolleginnen für ihr tolles Engagement!

Andrea Rahlf


8. Oktober 2015: Informationsveranstaltung Welche Schule für mein Kind?

8. Oktober 2015: Informationsveranstaltung Welche Schule für mein Kind? Ziel dieser Veranstaltung war, den Eltern von ehemals frühgeborenen Kindern die Schulwahl zu erleichtern und sie über die Aufgaben des Schulärztlichen Dienstes (SD) und der Regionalen Bildungs- und Beratungszentren (ReBBZ) zu informieren.

Ulrike Quitmann, Schulleiterin der Kurt-Juster-Schule in Alsterdorf, stellte uns für die Veranstaltung die Pausenhalle zu Verfügung.

Ca. 30 Interessierte folgten unserer Einladung, die wir zuvor Hamburg weit über Kinderarztpraxen, Therapeuten und Frühfördereinrichtungen verbreitet hatten. Unter den Teilnehmern waren nicht nur Frühcheneltern, sondern auch Fachleute aus Physiotherapie, Frühförderung und Schule.

Einführung


Zur Einführung schilderte Christiane Stock die Probleme, die vielen Frühgeborenen den Start in die Schule erschweren können: die Einschulung nach dem tatsächlichen und nicht nach dem errechneten Geburtstermin, die eingeschränkte körperliche Belastbarkeit und vielfältige weitere Schwierigkeiten wie Reizoffenheit, Konzentrationsprobleme und verschiedene Entwicklungsdefizite.

Im Jahr 2014 kamen in Deutschland 62.482 Kinder unterhalb der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt. Immer mehr auch extrem frühgeborene Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 1.500 Gramm haben gute Überlebenschancen. Ihre Eltern machen sich nach dem schwierigen Start ihrer Kinder ins Leben viele Gedanken darüber, ob ihr Kind schulreif und welche Schule für ihr Kind die richtige ist.

Den vollständigen Bericht als PDF anzeigen.

Andrea Rahlf


Oktober 2015: Maxi Schmidt spendet für Frühstart

Oktober 2015: Maxi Schmidt spendet für Frühstart Maxi Schmidt dürfte bereits vielen Frühcheneltern bekannt sein, denn sie stellt wunderschöne Nestchen für die Allerkleinsten her, in denen sie sich geborgen fühlen und den eigenen Körper besser spüren können.

Ein Nestchen besteht aus einem weichen, abwischbaren Stoffbezug, der mit Mikroperlen gefüllt ist, die sich an die Bewegungen des Kindes anpassen. Die Kuhle in der Mitte bringt das Kind in eine gebeugte Haltung und wirkt so einer überstreckten Körperhaltung entgegen. Ein Nestchen kann ein guter "Spielplatz" sein, der dem Kind eine beruhigende Umgrenzung und positive Bewegungserfahrungen vermittelt, wenn es einmal nicht auf dem Arm der Mutter sein kann.

Inzwischen finden die Nestchen nicht nur Anwendung im familiären Bereich, sondern auch in physiotherapeutischen Praxen.

Maxi Schmidt spendet Frühstart schon seit einigen Jahren einen Teil des Verkaufserlöses. Zukünftig möchte sie uns durch Sachspenden unterstützen.

So hat sie uns jetzt ein Nestchen geschenkt, das im Workshop-Projekt zum Einsatz kommen wird: Frühchenpuppe Lewis und unsere anderen Puppen, z. T. selbstgenäht von unserer Frühstart-Aktiven Sabine Tötter, finden darin einen schönen Platz. Die Workshop-Teilnehmer, die in den Bereichen Krippe und Frühförderung mit den Kleinsten arbeiten, erhalten durch dieses Anschauungsmaterial Anregungen zu Haltung und Lagerung von Frühgeborenen.

Liebe Maxi Schmidt, herzlichen Dank für die bisherigen Spenden und das schöne Nestchen!

Wir können allen Frühcheneltern diese sinnvolle Lagerungshilfe für ihre Kinder nur wärmstens empfehlen.

Informationen zum Nestchen unter www.fruehstart-hamburg.de/nestchen.
Bestellung über Maxi Schmidt www.mimikri.org.


7. September 2015: HSV-Stars siegten beim Quizduell

Foto: ARD/Uwe Ernst
7. September 2015: HSV-Stars siegten beim Quizduell Die Quizshow in der ARD um 18 Uhr gehört zu den erfolgreichsten Rateshows im deutschen Fernsehen. Da war auch der 50. Geburtstag von Moderator Jörg Pilawa am Montag, dem 7. September 2015 kein Grund, die Beine hoch zu legen. Seine Redaktion überraschte den bekennenden HSV-Fan mit einer besonderen Rate-Crew, die aus den ehemaligen Spielern und HSV-Größen Felix Magath, Uli Stein und Richard Golz, unserem Gründungsmitglied und Schirmherren, bestand.

Als Joker zur Unterstützung half außerdem Tagesschau-Sprecher Jan Hofer die teilweise kniffligen Fragen zu lösen. In einer unterhaltsamen und kurzweiligen Sendung spielten die Alt-Stars 11.000 € für einen guten Zweck ein, wovon Richard Golz seinen Anteil von 3.666 € an Frühstart spendete, um die vierte Auflage des Nachsorgepasses auf den Weg zu bringen.

Frühstart sagt herzlichen Dank und hofft auf die nächste Einladung zu "Wer wird Millionär" :-)

Christiane Stock


6. September 2015: Kinderfest in der Asklepios Klinik Nord Heidberg

6. September 2015: Kinderfest in der Asklepios Klinik Nord Heidberg Wie in jedem Jahr waren wieder viele Familien zum Kinderfest auf dem Hubschrauberlandeplatz der Klinik gekommen. Das traditionelle Fest ist eine Attraktion für Groß und Klein im Stadtteil Langenhorn und weit darüber hinaus mit einem großen Spiel- und Spaßangebot: während die Kinder sich mit Löschübungen bei der Feuerwehr, Ponyreiten, Karaoke, Kinderschminken und Hüpfburg vergnügten, konnten sich die Erwachsenen bei Kaffee, Kuchen und leckerem Essen an den Info-Ständen informieren. Außerdem gab es eine Tombola mit tollen Gewinnen.

Auch Frühstart war mit einem Stand vertreten, an dem sich die Besucher über das Thema Frühgeburt informieren und mit unserer Frühchenpuppe Lewis spüren konnten, wie es sich anfühlt, ein Frühgeborenes im Arm zu halten.

In diesem Jahr haben Birgit Nachtweh mit Mann und den Zwillingen Johanna und Elisa, Eva Stadler mit Mann und Tochter Philippa, Alexandra Hückelheim sowie Hedda und Hugo Sperl mit Sohn Max den Frühstart-Stand betreut. Ganz herzlichen Dank an diese engagierte Truppe, für die vielen mit den Besuchern geführten Gespräche und die Betreuung der Kinder bei unserem neuen Spiel "4 gewinnt"! Es ist immer wieder schön, "unsere" Frühchen zu treffen und zu sehen, wie gut sie sich trotz des schwierigen Starts entwickeln.

Überhaupt: "4 gewinnt" erwies sich als ein Publikumsmagnet, der die Kleinen zum Spielen animierte und uns viele Gelegenheiten eröffnete, mit den begleitenden Eltern ins Gespräch zu kommen. Dabei waren die eigentlichen Regeln völlig nebensächlich, die Kinder erfanden sehr kreativ immer wieder neue Spielmöglichkeiten mit den vielen bunten Ringen.

Wir erhielten einige Angebote für ein Engagement bei Frühstart, sei es für das Stricken von Söckchen oder in Form einer Spende. Herzlichen Dank!

So war es auch in diesem Jahr wieder ein wirklich gelungenes Fest!

Andrea Rahlf


6. September 2015: 90 Jahre Wilhelmstift - Tag der offenen Tür

6. September 2015: 90 Jahre Wilhelmstift - Tag der offenen Tür Bei strahlendem Sonnenschein und ordentlichem Wind wurde der 90. Geburtstag der Klinik mit einem bunten und informativen Programm gefeiert. Neben Klinikführungen, medizinischen Informationen und Mitmach-Aktionen rund um den Klinikalltag gab es jede Menge Unterhaltungsangebote für die Kleinen wie Kaspertheater, Hüpfburg, Live-Musik, Kinderschminken, Rollenrutsche, Kistenklettern und eine große Tombola.

Frühstart präsentierte sich mit einem Info-Stand. Mit Christiane Stock und Birte und Jarno Homburg hatte ich an diesem Tag tatkräftige Unterstützung. Während sich die erwachsenen Besucher über unser Angebot für Früh- und Risikogeborene informierten, nahmen die Kinder gerne unsere Spiel-Aktion an und angelten mit großem Eifer Kronkorken. Belohnt wurde der "Fang" mit einem kleinen Gewinn wie Süßigkeiten oder einem Pixibuch.

Ulrike Döhrn


8. Mai 2015: Verleihung des 34. HanseMerkur Kinderschutzpreises

Wieder einmal war es soweit: bereits zum 34. Mal wurde der HanseMerkur Preis des Kinderschutzes in einer feierlichen Zeremonie im Atrium der HanseMerkur-Zentrale an herausragende soziale Projekte verliehen. Die Schirmherrschaft hatte der Ballettintendant der Hamburgischen Staatsoper Prof. John Neumeier übernommen. Da Frühstart 2001 der Hauptpreisträger war, konnten Christiane Stock, Ute Götz und ich diese tolle Veranstaltung besuchen.

Aus ca. 100 Bewerbungen wählte eine Jury 3 Organisationen aus, die sich durch besondere Projekte für Kinder hervorgetan hatten und den mit je 10.000 Euro dotierten Anerkennungspreis gewannen:
  • Transplant-Kids e.V.: Projekt "Transplant-Kids Camp"
  • Freunde der Schlumper e.V.: Kunstprojekt behinderter Menschen in Kooperation mit der Luise Schroeder Schule
  • Bürgerstiftung: Projekt "Gleiche Chancen für Roma-Kinder"
Der mit 20.000 Euro dotierte Hauptpreis ging in diesem Jahr an die Stiftung "Ein Platz für Kinder". Dies ist eine Organisation aus München, die Kindern in besonderen Ausnahmesituationen zeitweise ein Heim gibt und in Hamburg-Schnelsen im Jahr 2014 das Kinderschutzhaus "Mattisburg" errichtet hat. Die Kinder, die hier Zuflucht finden, haben Missbrauch, Gewalt und Vernachlässigung erfahren und erhalten eine besondere traumatherapeutische Unterstützung, die Heime und Pflegefamilien oft nicht leisten können.

Als Botschafterin des Hauptpreisträgers hielt Schauspielerin Andrea Sawatzki die Dankesrede stellvertretend für alle Preisträger.

Das Bühnenprogramm war hochkarätig: das von John Neumeier ins Leben gerufene Bundesjugendballett tanzte gemeinsam mit einer 35-köpfigen Gruppe von unterschiedlich behinderten Kindern und Jugendlichen des Vereins "TV Schiefbahn 1899" e.V. Es war sehr berührend zu sehen, wie fürsorglich sich die Tänzerinnen und Tänzer um die Laien kümmerten und so jeder entsprechend seinen Fähigkeiten mitwirken konnte. Die Mitglieder des Bundesjugendballetts bekommen bei ihrer Arbeit viele Gelegenheiten, mit unterschiedlichsten Gruppen und auch an ungewöhnlichen Orten zu tanzen und können auf diese Weise vielfältige soziale Erfahrungen sammeln. Auch dies ein gutes Beispiel für gelebtes soziales Engagement im kulturellen Bereich!

Insgesamt war es eine sehr gelungene, emotional tiefgehende Veranstaltung, die eindrucksvoll zeigte mit wie viel Einsatz und Kreativität sich Menschen größtenteils ehrenamtlich für eine Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern einsetzen.

Andrea Rahlf


24. April 2015: Frühstart stellt sich bei der UKSH Akademie in Kiel vor

Christiane Stock und ich folgten einer Einladung von Frau Mechthild Honkomp, Dozentin an der Universitätsklinik Schleswig-Holstein, und stellten den SchülerInnen des 3. Ausbildungsjahres im Rahmen eines "Frühchenmoduls" unsere Elterninitiative vor. Neben der pflegerischen und medizinischen Frühchen-Versorgung sollten in diesem Modul auch betroffene Eltern zu Wort kommen.

So reisten wir an einem sonnigen Freitag nach Kiel zur UKSH Akademie im Kieler Schloss und wurden dort sehr freundlich willkommen geheißen.

Um den 18 SchülerInnen und 2 Dozenten einen erlebnis- und gefühlsorientierten Zugang zu ermöglichen, begannen wir unsere Präsentation mit Übungen zum Sich – Hineinversetzen in die Erlebniswelt eines Frühchens und seiner Eltern auf einer neonatologischen Intensivstation. Mit geschlossenen Augen wurden die Teilnehmer mit dem Geruch von Sterilium, einem Pieks auf die Hand (stellvertretend für Schmerzreize) und Klangproben von einer Intensivstation (Alarme, Stimmen, Geräusche, Spieluhr) konfrontiert und anschließend gebeten, ihre Empfindungen zu beschreiben. Mit unseren Frühchenpuppen konnten die SchülerInnen erleben, wie es sich anfühlt, ein Frühchen auf dem Arm zu haben. Ebenso baten wir sie, sich anhand eines Fotos von Eltern am Inkubator ihres Kindes auf der Kinderintensivstation einmal in die Eltern hineinzuversetzen. Auf diese Weise konnten die Teilnehmer "hautnah" erfahren, was Frühchen und ihre Eltern während des Klinikaufenthaltes erleben, und ihr bisher eher medizinisches Wissen über das Thema Frühgeburt durch eine neue Perspektive ergänzen.

Christiane und ich berichteten anhand von Fotos auch von unseren Kindern, ihrer Frühgeburt und ihrer weiteren Entwicklung, was bei allen auf großes Interesse stieß.

Wir informierten die Teilnehmer weiterhin über die Gründung von Frühstart, unsere Motivation dort mitzuwirken, unser Beratungsangebot in den Kliniken und die verschiedenen außerklinischen Aktivitäten sowie über unsere besonderen Angebote wie den Nachsorgepass und den Kita-Workshop. Außerdem sprachen wir mit ihnen über die Fortschritte, die in der Neonatologie in den letzten Jahren erzielt wurden (psychosoziale Nachsorge, Frühförderung, besondere Angebote für Frühchen-Mütter) und beschrieben unsere Elternwünsche für die Zukunft.

Trotz der ungünstigen Tageszeit (mittags), herrlichem Sonnenschein und bevorstehendem Urlaub der Kursteilnehmer gelang es uns, wie die Rückmeldungen zeigten, die Teilnehmer "bei der Stange zu halten": sie waren sehr interessiert und gesprächsbereit, so dass wir einen lebhaften Austausch hatten. Dazu trug auch das große Interesse der beiden Dozenten bei, die mit viel Engagement bei der Sache waren und das auf ihre SchülerInnen übertragen konnten.
Die SchülerInnen lobten den Aufbau der Präsentation als rund und schlüssig und waren begeistert darüber, dass wir so offen und authentisch informiert haben.

Andrea Rahlf


23. April 2015: Mitgliederversammlung von Frühstart im UKE

Neben unserem Vorstand – Christiane Stock, Natascha Golz und Hedda Sperl – nahmen 6 weitere Vereinsmitglieder am Treffen teil. Es fand ein reger Austausch über folgende Themen statt:

1. Berichte des Vorstandes über die Frühstart-Aktivitäten

(1. Vorsitzende Christiane Stock) und die finanzielle Lage des Vereins (Schatzmeisterin Hedda Sperl und Kassenprüferin Sabine Mack) im vergangenen Jahr

2. Planung der Frühstart-Aktivitäten

für da laufendes Jahr: Teilnahme an Kinderfesten und Tagen der offenen Tür, Aktiventreffen, Beiratstreffen, Kita-Workshops, Weltfrühgeborenentag, Budni-Patentag etc.

3. Besondere Frühstart-Angebote

für Eltern in diesem Jahr:
  • Podiumsdiskussion "Welche Schule für mein Kind?"
    Ein bis zwei Schulen sowie ein Vertreter des schulärztlichen Dienstes stellen sich vor, Eltern berichten von ihren Erfahrungen, anschließend Diskussion zu Fragen der Schulreife, Rückstellung etc.
  • Mütterfahrt
    Ein Wochenende für "unsere" Frühchen-Mütter zum Abschalten vom Alltag im Herbst (26./27.09.15 oder 10./11.10.15). Die Planungen laufen bereits. Genaueres wird noch bekannt gegeben.

4. Elterngespräche in den Kliniken

Frühstart ist seit letztem Jahr mit Birgit Nachtweh auch im Albertinen-Krankenhaus aktiv und plant derzeit das Angebot von Elterngesprächen in der Asklepios Klinik Barmbek.

5. Wahlen

  • Neuwahl des Vorstandes
    Christiane Stock (1. Vorsitzende), Natascha Golz (2. Vorsitzende) und Hedda Sperl (Schatzmeisterin) stellten sich erneut zur Wahl und wurden einstimmig wiedergewählt.
  • Neuwahl einer 2. Kassenprüferin für 2 Jahre
    Ulrike Döhrn übernimmt das Amt im Team mit Sabine Mack.
Der Vorstand und ich freuen uns auf die geplanten Aktivitäten und hoffen auf eine rege Beteiligung unserer Vereinsmitglieder!

Andrea Rahlf


10. April 2015: Fachtag - An Krisen wachsen - Die Arbeit der SchreiBabyAmbulanz im Fokus

Sabine Tötter und ich interessierten uns besonders für dieses Thema, weil Frühgeborene häufig unter Regulationsproblemen leiden, zu denen neben Schlaf- und Fütterstörungen auch exzessives, durch nichts zu stoppendes Schreien zählt, das die Eltern an den Rand ihrer Kräfte führt und ein hohes Risiko für Interaktionsstörungen in der Familie bis hin zu Misshandlungen mit sich bringen kann.

Die Veranstaltung wurde vom Verein Rückhalt e.V. organisiert, fand im Rudolf-Steiner-Haus in Hamburg statt und umfasste einen allgemeinen Teil mit Referaten sowie Workshops mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten wie Diagnostik, Schlafprobleme, die Rolle der Väter, Gewaltprävention und postpartale Depression. Auch betroffene Mütter kamen zu Wort und schilderten ihre Erfahrungen.

Ich möchte in diesem Bericht vor allem die Arbeit in den SchreiBabyAmbulanzen vorstellen, da dies sicherlich für betroffene Frühcheneltern von großem Interesse ist.

Die SchreiBabyAmbulanzen

Der Verein Rückhalt e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, bundesweit die Einrichtung von SchreiBabyAmbulanzen zu unterstützen, die ein niedrigschwelliges und kostengünstiges Therapieangebot für Familien in Krisensituationen bereithalten. In Hamburg und im Kreis Stormarn gibt es inzwischen 2 Ambulanzen, an die sich Eltern wenden können.

Die Ambulanzen betreuen Familien in Krisen, sind per Mail und Telefon ständig erreichbar und organisieren für die betroffene Familie binnen 48 Stunden einen ersten Termin. Auch Hausbesuche werden durchgeführt. In der Regel umfasst die Betreuung 3 bis 6 Termine. In Hamburg zahlen die Eltern einen Eigenanteil von 60,- € pro Stunde, die restlichen 30,- € werden über Spenden- und Stiftungsgelder finanziert. In Stormarn beträgt der Eigenanteil nur 10,- €, da der Kreis Stormarn die Restkosten von 80,- € übernimmt.

Was ist eigentlich ein Schreibaby?

Von einem Schreibaby spricht man, wenn ein Baby über einen Zeitraum von mindestens 3 Wochen an mindestens 3 Tagen pro Woche mindestens 3 Stunden am Stück schreit. Die Therapeutin Mareike Kachel beschreibt dieses Schreien als exzessiv, schrill und durch nichts zu stoppen, was bei den Eltern meist zu Hilflosigkeit, Stress und Selbstzweifeln führt. Diese Babys sind oft insgesamt sehr unruhig und leicht zu irritieren, überstrecken sich nach hinten, haben Schlafstörungen und auch Probleme beim Stillen/Füttern.

Die Eltern gelangen in einen Kreislauf aus Stress und Überforderung bis hin zu körperlicher Erschöpfung. Es können sich depressive Gefühle und Ängste, aber auch Aggressionen mit Phantasien entwickeln, das Kind schütteln oder schlagen zu wollen. Daraus wiederum entstehen Schuldgefühle und Versagensängste.

Folge dieser Prozesse ist, dass sich betroffene Eltern zunehmend aus der Interaktion mit ihrem Baby zurückziehen und resignieren.
Viele Mütter klagen über eine Vereinsamung, weil sie sich mit dem schreienden Kind nicht mehr in die Öffentlichkeit trauen und Angst davor haben, als schlechte und unfähige Mutter abgestempelt zu werden.

Dieser Prozess wurde von einer anwesenden Mutter sehr anschaulich geschildert.

Früher wurde exzessives Schreien meist mit 3-Monats-Koliken erklärt, heute weiß man, dass es etliche weitere Ursachen dafür gibt. Als Risikofaktoren werden u.a. Kaiserschnittgeburten (mit fehlendem Bonding), KISS-Syndrom des Kindes, hohe Stressbelastung während der Schwangerschaft, psychische Instabilität und psychische Erkrankungen der Mutter sowie überhöhte Ansprüche und Erwartungen der Mutter genannt.

Wie sieht das Therapiekonzept aus?

Die SchreiBabyAmbulanzen arbeiten körpertherapeutisch, weil ein Baby am besten über den Körper erreichbar ist. Die Therapeuten gehen davon aus, dass der Körper alle Lebenserfahrungen, auch die vorgeburtlichen speichert. Physiologisch zieht sich der Körper bei Stress zusammen. Normalerweise folgen dann auch wieder Phasen, in denen sich Entspannung und Beruhigung einstellen. Ist das Baby einem Dauerstress ausgesetzt, z.B. durch anhaltenden Stress der Mutter in der Schwangerschaft, ist der Regulationsprozess von Spannung-Entspannung gestört, das Baby ist permanent angespannt ("Körperpanzer") und kann sich nicht regenerieren.

Im Fokus der Therapie stehen immer Mutter und Kind. Die Arbeit der Ambulanzen beruht auf 3 Säulen:
  • Gespräche zur Klärung der Vorgeschichte (Schwangerschaft, Geburt etc.)
  • körpertherapeutische Arbeit mit der Mutter
  • körpertherapeutische Arbeit mit dem Baby
Zunächst werden Gespräche in ruhiger und entspannter Atmosphäre geführt, bei denen die Therapeutin wertfrei zuhört und so der Mutter die Gelegenheit gibt, über ihre Probleme in geschütztem Raum zu sprechen. Meist kommen völlig erschöpfte Mütter, die seit langem keinen richtigen Schlaf mehr gefunden haben. Frau Kachel weist darauf hin, dass Schlafentzug eine regelrechte Folter ist!

Ein weiteres wichtiges Element ist die Unterstützung der körperlichen Entspannung bei Mutter und Kind durch krampflösende und haltgebende Massagen sowie Atemübungen.

Hier wird der Mutter im wahrsten Sinne des Wortes "Rückhalt" geboten. Die Mutter soll ein Gefühl dafür bekommen, wie sich ihre Körperprozesse, z.B. Atmung und Muskelspannung, unter Stress verändern (flache Atmung, Anspannung der Muskulatur, Herzklopfen, Unruhe, Kopfzentriertheit etc.). Ihr wird gezeigt, wie sie sich beruhigen, richtig atmen und "erden" kann, damit sie das Gefühl bekommt, wieder Kontrolle über sich zu haben. Sie lernt, das Schreien des Babys nicht mehr als persönlichen Affront und Ablehnung ihrer Person zu erleben und negative Gefühle besser in den Griff zu bekommen, z. B. durch Verlassen des Raumes oder Wringen eines Handtuchs. Ihr wird bewusst gemacht, dass das viele erfolglose Herumprobieren und Schuckeln des Kindes seine Unruhe nur noch verstärkt. Stattdessen wirken tiefes Atmen, Summen und Brummen sowie ein "Elefantengang" beruhigend auf das Kind.

Die Mutter erhält auch eine Anleitung, wie sie die Signale ihres Babys besser verstehen kann.

Besonders wichtig ist es, die psychosoziale Einbindung der Mutter zu stärken. Familienmitglieder und Freunde können die Mutter zumindest vorübergehend entlasten.

Dem Baby werden ebenfalls Massagen angeboten. Diese sollen ihm helfen, aus der körperlichen Überstreckung herauszukommen, indem es in eine runde und geborgene Haltung gebracht wird (Babys mögen eine embryonale Haltung!). In der Therapie ist öfter zu beobachten, dass Kaiserschnittbabys einen eher schlaffen Muskeltonus haben. Eine "Kaiserschnittmassage" (kräftiges Kneten der Körperteile von oben nach unten, Ausstreichen des Kopfes) hilft solchen Kindern, sich und die eigenen Körper-grenzen besser zu spüren. So können auch Blockaden an der Wirbelsäule (z.B. KISS-Syndrom) gelöst werden.

Oberstes Ziel ist, eine positive Kommunikation zwischen Mutter und Baby wieder in Gang zu bringen. Die Mutter wird angeleitet, selber Massagen und andere beruhigende Techniken durchzuführen und dadurch in ihrer Kompetenz gestärkt.

Vernetzung und Prävention

Die SchreiBabyAmbulanzen streben eine gute Vernetzung mit dem Jugendamt und den Frühen Hilfen an, um möglichst frühzeitig Interaktionsstörungen und Gewalt in der Familie und Entwicklungsstörungen bei den Kindern vorzubeugen. Der Psychiater Dr. Christoph Jetter (Asklepios Klinik Nord - Ochsenzoll) wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es bisher noch zu wenig frühzeitig ansetzende Behandlungsmöglichkeiten in Kliniken gibt, wenn die Mutter z.B. an einer postpartalen Depression leidet.

Fazit

Eltern sollten ermutigt werden, sich möglichst früh Hilfe von außen zu holen, bevor sich negative Interaktionsmuster verfestigen, die in Erschöpfung, Resignation und Kontrollverlust münden und die Bindungsentwicklung beeinträchtigen können.
Denn: eine sichere Bindung in der frühen Kindheit ist eine wichtige Grundlage für psychische Gesundheit im späteren Leben.

Kontakt

SchreiBabyAmbulanz - Hamburg und Stormarn
Mareike Kachel + Monika Wiborny GbR
Weizenkamp 16 A
22081 Hamburg

Tel. 04102-203667
www.schreibabyambulanz-hamburg.de
info@schreibabyambulanz-hamburg.de

Andrea Rahlf


28. März 2015: Budnikowsky-Patentag am Schmuggelstieg in Norderstedt und in der Wichertwelt in Hamburg Langenhorn

28. März 2015: Budnikowsky-Patentag am Schmuggelstieg in Norderstedt und in der Wichertwelt in Hamburg Langenhorn Wieder einmal war es soweit: am Samstag, den 28. März fand der Budni-Patentag statt, diesmal gleich mit 2 Spendenaktionen zugunsten von Frühstart!
Frau Denk, ehemalige Filialleiterin am Schmuggelstieg, die inzwischen die neue Filiale in der Wichertwelt übernommen hat, möchte die Zusammenarbeit mit uns fortsetzen. So konnten wir zum ersten Mal auch dort Spenden für Frühstart sammeln.

Schmuggelstieg

Unser Frühstart-Team am Schmuggelstieg bestand aus Andrea Rahlf, Anke Büttger und Heike Ladewig.
Die Filiale dort übernimmt schon seit vielen Jahren die Patenschaft für unseren Verein. Frau Denda, die neue Filialleiterin, empfing uns mit ihren Mitarbeiterinnen Frau Spielau, Frau Folz und Frau Danzer. Die Damen stellten selbst gebackenen Kuchen, Kaffee und etliche Waren aus dem Budni-Sortiment, darunter auch Wundertüten, die zuvor mit allerlei Kosmetika gefüllt worden waren, zur Abgabe gegen eine Spende zur Verfügung. An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal herzlich bei dem Team für die gute Unterstützung der Spendenaktion, bei der die Kunden auch unermüdlich auf die Möglichkeit hingewiesen wurden, den Einkaufsbetrag zugunsten von Frühstart aufzurunden. Wir freuten uns besonders über Stammkunden, die Frühstart schon kannten und auch dieses Mal wieder gern spendeten!

Wichertwelt

Auch unser Frühstart-Team in der Wichertwelt bestehend aus Alexandra Hückelheim und Christiane Stock, später ergänzt durch Natascha Golz, hatte einiges zu tun: die neu eröffnete Budni-Filiale in der Wichertwelt in Hamburg Langenhorn veranstaltete ihren ersten Patentag und dank Frau Denk sind wir nun auch dort das Patenprojekt! Der schöne Stand, für den Budni reichlich Spenden zur Verfügung stellte, wurde wahrscheinlich wegen der allgegenwärtigen Osterdekoration nicht so gut wahrgenommen, jedenfalls konnten dort dieses Mal noch nicht so viele Besucher begrüßt werden.
Frau Denk und das Frühstart-Team haben deshalb vor Ort bereits Pläne für den nächsten Budni-Patentag geschmiedet. Dann soll der Stand draußen am Eingang des neuen Centers aufbaut werden und so sicher mehr Aufmerksamkeit auf Frühstart und die gute Sache, die von Budnikowsky und den Mitarbeiterinnen so kontinuierlich unterstützt wird, lenken können. Auch an Frau Denk und ihre Mitarbeiterinnen geht ein herzlicher Dank für ihr Engagement!

Andrea Rahlf und Christiane Stock


März 2015: Das Frühstart-Büro ist umgezogen!

Nach nur kurzer Vorbereitungszeit mussten wir mit unserem Büro innerhalb der Asklepios Klinik Heidberg von Haus 7 in das Dachgeschoss von Haus 8 (Zimmer 305) umziehen. Wie bisher teilen wir uns auch zukünftig den Raum mit dem Verein für psychosoziale Nachsorge "Die Nestbauer" e.V. Das Dachgeschoss von Haus 7 wird für die Elternschule Rückenwind komplett renoviert. Ein Raum soll aber auch nach der Renovierung vom Frühstart-Team für Elterngespräche genutzt werden können. Für Eltern von der Frühchen-Station ist das neue Büro nämlich leider nicht so leicht zu finden und der Weg dorthin ist weiter und umständlicher.

Christiane Stock, Natascha Golz, Hedda Sperl und ich packten und sortierten mit vereinten Kräften. Wir nutzten dabei die Gelegenheit, uns von Altem zu trennen. Leider hat sich unsere Lagerfläche aber so verkleinert, dass auch das Ausmisten nicht ausreichte und wir unser Informationsmaterial und die Ausstattung für Veranstaltungen zukünftig an verschiedenen Orten in der Klinik lagern müssen.

Nachdem der Umzug erfolgreich abgeschlossen war, stellten wir fest, dass in unserem Raum keine Telefonleitung installiert ist! Aus diesem Grund ist das Frühstart-Büro z. Zt. leider noch nicht wieder telefonisch erreichbar.

Ich habe mich inzwischen aber trotz aller Schwierigkeiten gut in unserem neuen Büro eingelebt!

Andrea Rahlf


26. Februar 2015: Schulstammtisch

26. Februar 2015: Schulstammtisch Im Restaurant "Halle 13" trafen sich die Frühstart-Aktiven Hedda und Hugo Sperl, Andrea Rahlf und Ulrike Brinkmann mit zwei Frühchen-Eltern sowie Heike Ladewig vom Verein "Von Anfang an" e.V., um Erfahrungen zum Thema Schule auszutauschen.

Hedda Sperl, Mutter von Frühchen Maximilian, berichtete von ihren Erfahrungen mit der Bugenhagenschule Alsterdorf, einer ganztägigen Privatschule für Kinder mit besonderem Förderbedarf. Dort werden Kinder ihrem Bedarf entsprechend in kleinen Lerngruppen unterrichtet und gefördert. Außerdem haben sie die Möglichkeit, in die angeschlossene Grund- und Stadtteilschule mit gymnasialer Oberstufe zu wechseln. Interessierte Eltern können sich für weitere Informationen an das Frühstart-Büro wenden. Auch Hedda Sperl steht gern für weitere Fragen zur Bugenhagenschule zur Verfügung (Kontakt über das Frühstart-Büro).

Für Eltern von Frühchen mit besonderem Förderbedarf stellt die Wahl der Schule oft eine besondere Herausforderung dar: geeignete Schulen liegen nicht immer in Wohnortnähe (lange Anfahrtswege für die Eltern), mit dem Hol- und Bringdienst per Bus klappt es manchmal nicht (z.B., wenn der Wohnort der Familie gerade außerhalb des Einzugsbereiches liegt), die Entstehung von Freundschaften zu Klassenkameraden wird bei der Wahl einer wohnortfernen Schule erschwert etc.

Wir hatten trotz der kleinen Gruppe einen lebhaften Austausch und viel Zeit alle Anliegen zu besprechen.

Frühstart plant für den Herbst 2015 ein weiteres Elterntreffen zum Thema Schule.

Für Interessierte habe ich einige hilfreiche Links zusammengestellt:

Allgemeine Informationen zum Thema Frühgeborene in der Schule:
Informationen für Frühgeborene, die in Hamburg eingeschult werden:

Andrea Rahlf


18. Januar 2015: Hamburger Kinderzauber

18. Januar 2015: Hamburger Kinderzauber Bereits zum 11. Mal organisierten die Stiftung SeeYou und das Katholische Kinderkrankenhaus Wilhelmstift das größte Hamburger Kinderfest. Alle Hamburger Familien mit Kindern von 0 bis 6 Jahren waren zu dem kostenlosen Vergnügen in der Alsterdorfer Sporthalle eingeladen. Erwartet wurden, wie im letzten Jahr, ca. 12.000 (!) Besucher.

Unter dem Motto "Mit allen feiern, dass es Hilfe für alle Situationen gibt" präsentierten im Foyer viele Vereine ihre psychosozialen Hilfsangebote. Unser Frühstart-Team war mit einem Info-Stand und Kronkorken-Angeln für die Kinder vertreten.

Auch in diesem Jahr hatten wir wieder viele fleißige Helfer/innen: Ulrike Döhrn, Ulrike Radloff, Barbara Brenner mit Mann und Tochter Juliane, Alexandra Hückelheim, Birte Homburg mit Sohn Jarno, Christiane Stock und ich informierten interessierte Besucher über das Thema Frühgeburt und halfen den Kleinen beim Kronkorken-Angeln, bei dem es Süßigkeiten und Pixi-Bücher zu gewinnen gab. Vor allem Jarno hatte einen Riesenspaß dabei, das Angeln zu organisieren und großzügig Gewinne an die Kinder zu verteilen.

Nicht nur die Erwachsenen, sondern auch Kinder aller Altersgruppen schauten sich an unserem Stand die Fotowände und Frühchen-Puppen an. Den neugierigen kleinen Besuchern versuchten wir dann kindgerecht zu erklären, was eine Frühgeburt ist. Einige Eltern wussten selber von einer Frühgeburt zu berichten und sprachen mit uns über ihre Erlebnisse. In dem einen oder anderen Fall konnten wir Eltern mit unseren Informationen und Angeboten weiterhelfen. Auch Besucher "vom Fach", z.B. Krankenschwestern, nahmen sich gern unsere Info-Broschüren und Flyer mit.

Während es im Foyer etwas ruhiger zuging, tobte in der großen Halle das Leben!

Mit der Unterstützung vieler Sponsoren wurde ein riesiges Programm auf die Beine gestellt: die Kinder konnten Lose aus der Tombola gegen tolle Gewinne eintauschen, in den verschiedenen Hüpfburgen toben, mit der Kindereisenbahn und dem Karussell fahren, den Flying Grandpas der Polizei bei ihrer Akrobatikshow zuschauen, das Kasperle-Theater besuchen, bei der Kinderdisco mittanzen, dem Bühnenprogramm zuschauen, sich schminken lassen und ... und ... und. Auch für das leibliche Wohl von Groß und Klein war gut gesorgt.

Alles in allem ein gelungenes Fest, bei dem alle Beteiligten viel Spaß hatten!

Frühstart bedankt sich noch einmal bei den fleißigen großen und kleinen Helfern an unserem Stand und natürlich bei SeeYou und dem Wilhelmstift, die wieder erfolgreich dafür gesorgt haben, dass neben vielen ernsten Themen auch der Spaß nicht zu kurz kommt!

Andrea Rahlf