Frühstart - Elterninitiative für Früh- und Risikogeborene Hamburg e.V.
Berichte-Archiv 2013
17. November 2013: Weltfrühgeborenentag - Aktionen im UKE und Marienkrankenhaus

17. November 2013: Weltfrühgeborenentag - Aktionen im UKE und Marienkrankenhaus

Alle Jahre wieder: Der Weltfrühgeborenen-Tag im UKE


Auch in diesem Jahr präsentierten wir Frühstartler (Sabine Tötter, Andrea Rahlf, Christiane Stock) wieder unsere Arbeit gemeinsam mit dem Nachsorgeverein Kinderlotse e.V. und der Frühgeborenen-Intensivstation im Foyer des Neuen Klinikums. Unterstützt wurden wir von Lina Zachariat, Studentin der Transdisziplinären Frühförderung.

Die Besucher konnten sich anhand von Flyern, Broschüren und Fotos über unsere Vereinsarbeit informieren und sich durch viel Anschauungsmaterial (Puppen, Frühchenbekleidung und -windeln etc.) einen Eindruck davon verschaffen, was es heißt, als Frühgeborenes zur Welt zu kommen.
Neben vielen Informationen war ein Inkubator mit einer lebensechten Puppe zu bestaunen.

Vor allem die Kinder hatten großen Spaß an einem Glücksrad, bei dem es viele nützliche Dinge zu gewinnen gab, die vorher von verschiedenen Firmen für diesen Zweck gespendet worden waren. Frühchen-Mutter Eva Stadler animierte die Besucher mit großem Engagement!

Wir konnten zahlreiche interessante Gespräche mit Frühchen-Eltern führen, deren Kinder noch stationär betreut wurden. Auch Eltern von älteren Frühchen, die im UKE geborenen worden waren, besuchten uns und erzählten von ihren Erfahrungen. Einige werdende Väter von der Pränatalstation fanden den Mut, sich mit der drohenden Frühgeburt auseinanderzusetzen und ließen sich von uns informieren.

Maxi Schmidt stellte ihre Mimikri-Baby-Nestchen aus und spendete eines davon an Frühstart. Herzlichen Dank an Frau Schmidt!
Schwester Andrea Pippirs von den Kinderlotsen informierte alle Interessierten über das psychosoziale Nachsorge-Angebot im UKE und freute sich über den Besuch einiger ihrer ehemaligen Patienten-Familien.

Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung, die vor allem durch den unermüdlichen Einsatz von Schwester Melanie Brandt so vielseitig gestaltet werden konnte. Sie kümmerte sich auch darum, dass die Frühchen-Intensivstation mit Luftballons und einer Söckchen-Leine geschmückt wurde. Vielleicht war es für die dort betreuten Frühchen-Eltern ein kleiner Trost zu wissen, dass sie mit ihrem Schicksal nicht allein dastehen und dass an diesem besonderen Tag viele Menschen an sie denken.

Von Andrea Rahlf


17. November 2013: Weltfrühgeborenentag - Aktionen im UKE und Marienkrankenhaus

Aktion im Marienkrankenhaus: "Socks for life!"


Die Frühchen-Familien des Katholischen Kinderkrankenhauses Wilhelmstift und des Marienkrankenhauses wurden anlässlich des Weltfrühgeborenentages von der Familienorientierten Nachsorge See You und Ulrike Döhrn von Frühstart zu der gemeinsamen Aktion "Socks for Life!" und einem gemeinsamen Kaffeetrinken eingeladen. Rund 20 Familien mit kleinen und bereits älteren Kindern folgten der Einladung ins Marienkrankenhaus.

Um die Öffentlichkeit auf die Belange von Frühgeborenen aufmerksam zu machen, wurde direkt im Eingangsbereich der Klinik eine Wäscheleine mit kleinen Söckchen bestückt und aufgehängt. Söckchen, die symbolisch für die ca. 60.000 Kinder stehen, die jährlich deutschlandweit zu früh geboren werden. Im Anschluss daran hatten alle Familien bei Kaffee und Kuchen die Möglichkeit, sich in Gesprächen auszutauschen.

Von Ulrike Döhrn


7. November 2013: Musik auf Rädern - Ambulante Musiktherapie mit Frühgeborenen

7. November 2013: Musik auf Rädern - Ambulante Musiktherapie mit Frühgeborenen

Eine Veranstaltung von Frühstart Hamburg im Perinatalzentrum Altona


Die Musiktherapeutin Amelie Vuillaume führte die Anwesenden anhand einer Präsentation durch die Klangwelt auf einer Frühgeborenen-Intensivstation und zeigte durch viele Beispiele eindrucksvoll, wie sich Musik positiv auf die Entwicklung von Frühgeborenen und auch auf die Eltern auswirken kann.

Frau Vuillaume legt ihren Arbeitsschwerpunkt auf die Arbeit mit Frühgeborenen und ihren Eltern und besucht z.Zt. 3x wöchentlich für jeweils 2,5 Stunden die Intensivstation im Perinatalzentrum Altona, um Musiktherapien mit Kindern und Eltern durchzuführen.

Sie engagiert sich für "Musik auf Rädern", ein Team von Musiktherapeuten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Musik in verschiedene Institutionen und auch Privathaushalte hineinzutragen. Da Musik ein universelles Kommunikationsmedium ist, kann sie Menschen aller Altersgruppen mit und ohne Behinderungen und verschiedener Nationalitäten erreichen.

Wie laut ist ein Kuss aufs Ohr? 100 Dezibel!!


Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Schädigungsbereich von Lärm bei 80 Dezibel beginnt. Ab 85 dB müssen Arbeitgeber beispielsweise einen Hörschutz stellen. Auf einer Frühgeborenen-Intensivstation sollte sich der Lärmpegel höchstens zwischen 45 und 55 dB bewegen.

Frau Vuillaume machte zunächst den Zuhörern bewusst, wie viele Lärm-Quellen es im Allgemeinen und auf einer Frühgeborenen-Intensivstation im Besonderen gibt: die lauten Alarme der verschiedenen Überwachungsgeräte, das Aufreißen von Verpackungen (86 Dezibel), Unterhaltungen (74 Dezibel), das Zischen eines CPAPs im Inkubator (so laut wie ein Auto!) etc. Dabei wirkt der Inkubator wie ein Resonanzraum, in dem Geräusche verstärkt werden. Aus diesem Grund empfehlen Musiktherapeuten den Einsatz von Spieluhren im Inkubator nur bedingt, denn das gut gemeinte Abspielen einer Spieluhr kann zu einer unangemessenen Lärmbelastung für das Frühchen werden. Deshalb sollten Eltern und Pflegepersonal sehr darauf achten, dass die Lautstärke gering ist und die Melodie nicht zu viele hohe Töne enthält.
Lärm und Unruhe können nicht nur das empfindliche Gehör des Frühchens schädigen, sondern auch Stressreaktionen auslösen.

Wirkungsweisen der Musiktherapie


Um dem Kind und auch den Eltern ein angenehmes Hörerlebnis und Entspannung zu ermöglichen, kommen verschiedene musiktherapeutische Herangehensweisen zum Einsatz: Summen, Singen und die Musik verschiedener Instrumente wie z. B. die Kalimba ("Daumenharfe") oder eine "Ocean Drum" (erzeugt Meeresrauschen). Gesungen wird häufig mit Gitarrenbegleitung.

Bei den Frühgeborenen lassen sich viele positive Effekte feststellen:
  • die Sauerstoffsättigung steigt
  • die Atmung stabilisiert sich
  • der Saugreflex wird angeregt
  • Unruhe und Stress werden abgebaut
  • Schmerzen werden gelindert
  • die Selbstregulierung wird verbessert
  • die Gewichtszunahme verbessert sich
  • die Liegezeit in der Klinik verkürzt sich

7. November 2013: Musik auf Rädern - Ambulante Musiktherapie mit Frühgeborenen

Die Mutterstimme ist "die Brücke ins Leben"


Besonders wichtig ist die Arbeit mit den Müttern, die dazu angeleitet werden, ihren Kindern vorzusingen bzw. zu summen. Dabei ist "weniger mehr": es genügen wenige Töne und Wiederholungen sowie einfache Lieder. Das schaffen auch Mütter, die nicht gern singen. Die Therapeutin selber singt auch häufig für Mutter und Kind zur Gitarrenbegleitung.

Ein wichtiges Ziel in der Musiktherapie ist es, über das Medium Musik die zu früh unterbrochene Bindung zwischen Mutter und Kind wieder herzustellen und den traumatischen Erfahrungen positive Erlebnisse entgegenzustellen. Dabei ist dem Kind die Stimme der Mutter schon aus dem Mutterleib vertraut, es kann an die intrauterinen Erfahrungen anknüpfen. Die Mutter erlebt ihrerseits, dass sie ihr Kind positiv beeinflussen kann: es beruhigt sich, trinkt besser und zeigt sein Wohlbehagen durch Lächeln. Diese Erfahrung schafft ein Gegengewicht zur Hilflosigkeit, die die meisten Frühchen-Mütter in der hochtechnisierten Klinik-Umwelt erleben, und stärkt die mütterliche Kompetenz.

Durch die Musiktherapie lernen die Mütter auch, die körperlichen und emotionalen Reaktionen ihrer Kinder besser wahrzunehmen, sich mehr auf ihr Gespür zu verlassen und weniger auf die Monitor-Anzeigen.
Eltern haben außerdem die Möglichkeit, ihre Stimme aufzuzeichnen, so dass sie auch in ihrer Abwesenheit dem Kind vorgespielt werden kann.

Musiktherapie mit Frühgeborenen: Summen, Singen, Vibrationen...


Die Behandlung des Frühgeborenen ist sowohl beim Känguruhen auf der Brust der Mutter als auch im Inkubator möglich. In jedem Fall beobachtet die Therapeutin zunächst die Befindlichkeit des Kindes und den Atem-Rhythmus. Nachdem sie Kontakt zum Frühchen über eine Berührung aufgenommen hat, summt oder singt sie einfache Tonfolgen mit vielen Wiederholungen oder verwendet die Kalimba, die neben Tönen auch Vibrationen erzeugt, wenn sie auf den Körper bzw. Körperteile des Kindes gelegt wird (Dauer: ca. 5-10 Minuten). Auch das Vorsingen einfacher Lieder zur Gitarrenbegleitung wird eingesetzt, damit Mutter und Kind sich gemeinsam entspannen können.

"Alhamdulillah": ein arabisches Lied (bedeutet: "Gott sei Dank, mir geht es gut").


Frau Vuillaume berichtete von einer muslimischen Mutter, die kein Deutsch sprach und auf der Station sehr isoliert war. Sie suchte für diese Mutter und ihr Kind ein arabisches Lied aus, das diese sofort erkannte. Dadurch war es trotz Sprachbarriere möglich, eine Verbindung zu ihr zu schaffen und sie zum Singen in ihrer Sprache zu ermutigen.

Zum Abschluss der Veranstaltung ermunterte Frau Vuillaume alle zum gemeinsamen Singen eines selbstgeschriebenen Liedes, das sie häufig auf der Station singt. So konnten die Teilnehmerinnen die entspannende und beruhigende Wirkung des Liedes an sich selber erleben, die Atmosphäre im Raum veränderte sich deutlich!
Es fiel nicht schwer, sich vorzustellen, dass der Gesang auch auf das Pflegepersonal eine entspannende Wirkung haben kann! Anwesende Schwestern aus dem PNZ berichteten, dass sie dieses Lied häufig vor sich hin summen. So kann die Musiktherapie nicht nur auf Mutter und Kind beruhigend wirken, sondern auch einen positiven Einfluss auf das Arbeitsklima einer Frühchen-Station haben.

Leider konnte sich die Musiktherapie bisher nur auf sehr wenigen Frühchen-Intensivstationen wie z. B. im Prinatalzentrum Altona etablieren. Sie wird überwiegend aus Spenden finanziert bzw. muss von Eltern selber bezahlt werden.

Wir Frühstartler wünschen uns zukünftig mehr Beachtung dieses Therapieansatzes, der Eltern und Kindern mehr Ruhe und Entspannung ermöglicht und die Eltern-Kind-Bindung stärkt. Frühstart dankt Frau Vuillaume für diesen schönen Abend über und mit Musik!

Weitere Informationen zu "Musik auf Rädern".

Von Andrea Rahlf


November 2013: Frühstart spendet Lagerungshilfen an 6 Hamburger Kliniken

November 2013: Frühstart spendet Lagerungshilfen an 6 Hamburger Kliniken

Von REWE-Leergut-Bons zu Lagerungshilfen für die Frühchen...


Im vergangenen Jahr führte die Firma REWE eine Leergut-Bon-Aktion zugunsten von Frühstart durch, bei der die Kunden ihr Flaschen- und Dosenpfand direkt am Rückgabeautomaten für einen guten Zweck spenden konnten.
Auf diese Weise kam eine beträchtliche Spendensumme zusammen, die Frühstart wiederum zur Verbesserung der Versorgung der Frühgeborenen in den Kliniken verwenden wollte.

Von der Idee zur Tat...


Wir traten deshalb mit der Idee an "unsere" Kliniken heran, Lagerungshilfen für die Frühchen anzuschaffen, mit denen die Kinder optimal in den Inkubatoren gebettet werden können. Sie sind inzwischen ein wichtiger Bestandteil der entwicklungsfördernden Pflege, weil sie Lagerungsschäden vorbeugen und den Frühchen Halt und Geborgenheit vermitteln.

Unser Vorschlag wurde vom Pflegepersonal dankbar aufgegriffen, denn diese kleinen "Nestchen" und Kissen sind oft nicht in ausreichenden Mengen auf den Stationen verfügbar, weil sie häufig gewaschen werden müssen.

"Snuggle Up's" und "Frederick T. Frogs"


Ausgehend von den Wünschen der Stationen konnten wir schließlich von den REWE-Spendengeldern Nestchen in verschiedenen Größen und Lagerungskissen anschaffen, die so klangvolle Namen wie "Snuggle Up" und "Frederick T. Frog" haben.
Die Pakete konnten inzwischen gepackt und an die Neonatologien folgender Kliniken verteilt werden: Asklepios Klinik Nord Heidberg, Universitäres Perinatalzentrum Hamburg am UKE, Albertinen-Krankenhaus, Katholisches Kinderkrankenhaus Wilhelmstift, Perinatalzentrum Altona und Marien-Krankenhaus.

Unser Dank an REWE


Wir Frühstartler freuen uns sehr, dass wir diese Anschaffung dank der großartigen REWE-Spende tätigen konnten.
Wir hoffen, damit die Arbeit des Pflegepersonals unterstützen zu können und ein wenig zum Wohlergehen der Frühgeborenen beizutragen.
Ein herzliches Dankeschön an REWE für diese großartige Aktion!

Von Andrea Rahlf


30. Oktober 2013: Präsentation des Universitären Perinatalzentrums Hamburg

Das UKE erweitert sein Angebot wegen gestiegener Geburtenzahlen


Am 30.10.2013 lud das Universitäre Perinatalzentrum Hamburg am UKE zu einer Präsentation seines erweiterten Angebotes mit einer Führung durch die geburtshilflichen Stationen und anschließendem Essen ein. Unser Frühstart-Beratungsteam für das UKE Sabine Tötter und Andrea Rahlf war ebenfalls eingeladen.

Prof. Dr. Dominique Singer (Leiter der Sektion Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin) begrüßte die Gäste und gab einen Überblick über den Ablauf des Abends.
Zunächst hatten die Gäste die Möglichkeit, an einer Führung über die verschiedenen Stationen (Kreißsäle, Wochenstation mit Familienzimmern, Pränatalstation, Neugeborenen-Normalstation, Neugeborenen-Intensivstation) teilzunehmen, die sich alle in räumlicher Nähe zueinander im 4. und 5. Stock des neuen UKE-Klinikums befinden und deshalb kurze Wege ermöglichen.
Die Räume beeindrucken durch ein einheitliches Gestaltungskonzept nach Feng-Shui-Gesichtspunkten sowohl in der Farbgebung als auch in der Raumgestaltung. Sie sorgen für eine entspannte Atmosphäre.

Während der Führung durch Hebammen, Schwestern und Ärzte wurde deutlich, dass das Perinatalzentrum viel Wert auf Familienzentrierung und interdisziplinäre ärztliche Zusammenarbeit zugunsten einer bestmögliche Patientenversorgung legt. Kinderchirurgie, Kinderherzchirurgie, Kinderkardiologie, Anästhesie und die Abteilungen der Geburtshilfe kooperieren eng miteinander.

Um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden, wurden die Räumlichkeiten aufgestockt und zusätzliches ärztliches und Pflegepersonal eingestellt. Zum Universitären Perinatalzentrum Hamburg gehören 45 Ärzte und Ärztinnen, 35 Hebammen und 102 Pflegekräfte.
Ergänzt wird das Angebot durch eine ambulante medizinische und psychosoziale Nachsorge für frühgeborene Kinder und Kinder mit besonderen Entwicklungsrisiken. Der Nachsorgeverein "Kinderlotse e.V." betreut die Familien dieser Kinder ambulant nach der Entlassung.

Nach 10 (!) Fachvorträgen von Ärzten und Professoren zu den verschiedenen Fachdisziplinen klang der Abend bei gemeinsamem Essen und vielen Gesprächen aus.

Weitere Informationen zum Universitären Perinatalzentrum Hamburg

Von Andrea Rahlf und Sabine Tötter


September 2013: Lärmohren-Projekt im UKE

September 2013: Lärmohren-Projekt im UKE

"Pssst, wir brauchen Ruhe zum Wachsen!"


Unterstützt von Frühstart

Auf Initiative von Prof. Dr. Dominique Singer und der NEO-AG (Arbeitsgruppe von Schwestern mit der Zusatzausbildung zur Neonatal-Begleiterin) wurden im letzten Jahr für die Frühgeborenen-Intensivstation sogenannte Lärmohren angeschafft: LED-Lämpchen, die in Form eines Ohres angeordnet sind, das je nach Lärmpegel rot, gelb oder grün aufleuchtet. Inzwischen wurde jedes Patientenzimmer damit ausgerüstet, so dass Pflegende, Ärzte, Besucher und Eltern direkt auf den Geräuschpegel in den Zimmern der kleinen Patienten hingewiesen werden. Bisher gab es im UKE nur eine Lärm-Ampel im Empfangsbereich.

Die Sorge für eine ruhige Umgebung ohne laute Gespräche, Handy-Klingeln und anderem Lärm neben den Inkubatoren ist inzwischen zu einem wichtigen Bestandteil der entwicklungsfördernden Pflege geworden.

Um noch stärker auf die Bedeutung einer ruhigen, möglichst geräuscharmen Umgebung für das ungestörte Wachstum der Frühgeborenen hinzuweisen, wurden an den Türen zu den Patientenzimmern laminierte Fotos von Kleinkindern aufgehängt, die mit Sprüchen wie "Pssst, sei leise..." auf ihren T-Shirts und den entsprechenden Utensilien wie z.B. einem Handy auf witzige Art auf das Lärmproblem hinweisen. Die fotografierten Kinder sind ehemalige Frühchen aus dem UKE. Diese Initiative wurde zunächst von den Schwestern "aus eigene Tasche" finanziert.

Wir von Frühstart fanden das Projekt so originell und wichtig, dass wir es mit einer Geldspende für die Anschaffung der T-Shirts und den Fotodruck unterstützt haben.
Außerdem hoffen wir, dass diese kreative Idee vielleicht auch von anderen Kliniken aufgegriffen wird.

Von Andrea Rahlf


1. September 2013: Halligalli - Das Kinderfest des Asklepios-Klinikums Heidberg

1. September 2013: Halligalli - Das Kinderfest des Asklepios-Klinikums Heidberg Auf dem Hubschrauberlandeplatz des Heidberg-Krankenhauses fand am Sonntag, den 1.9.13 ein großes Fest mit vielen Attraktionen für Kinder statt.

Es wartete ein vielfältiges Vergnügungsangebot auf die großen und kleinen BesucherInnen: sie konnten die Fahrzeuge von Polizei und Feuerwehr besichtigen, mit dem Go-Kart durch ein Heu-Parcour düsen, viele Preise bei der Tombola gewinnen, sich schminken lassen, Hüte basteln, im Bälle-Bad "baden" und...und...und!
Für das leibliche Wohl war mit Kuchen, Kaffee und Hot Dogs ebenfalls bestens gesorgt.

Frühstart war in der Nachbarschaft des Nachsorge-Vereins "Die Nestbauer" mit einem Info-Stand vertreten. Hedda und Hugo Sperl mit ihrem Sohn Maximilian und Andrea Rahlf standen Groß und Klein für Fragen zur Verfügung. Die Besucher konnten mit Puppen ausprobieren, wie es sich anfühlt, ein Frühchen im Arm zu halten. Es gab viel Staunen und Betroffenheit über die Winzigkeit der Babys, die kleinen Schnuller und die Mini-Windeln! Die Kinder freuten sich über Luftballons, Gummibärchen und Pflaster. Wir konnten viele Gespräche führen, nicht nur mit Frühchen-Eltern, sondern auch mit anderen Interessierten.

Es war schön, die Schwestern und Ärzte der Neonatologie auch einmal außerhalb ihres beruflichen Kontextes zu erleben: die Schwestern verkauften Lose für die Tombola, der Arzt Uwe Thiede erfreute die Kinder mit einem Geschicklichkeitsspiel etc. Alle zeigten großes Engagement und hatten ebenfalls Spaß, der sich auch durch kurze Regenschauer nicht trüben ließ.
Insgesamt war es eine sehr gelungene Veranstaltung. Wir Frühstart'ler haben uns sehr über das große Interesse gefreut.

Von Hedda Sperl und Andrea Rahlf


24. August 2013: Sommerfest des Nachsorge-Vereins Der Kinderlotse e.V.

Der "Kinderlotse" e.V. (psychosoziale ambulante Nachsorge für Eltern von Frühchen und kranken Kindern am UKE) hatte am 24.8. zu einem großen Sommerfest für alle betreuten Familien, Freunde und Unterstützer auf dem Gelände des Uhlenhorster Hockey-Clubs eingeladen.

Bei gutem Wetter und Musik (später auch live!) konnten sich die Kinder u.a. mit Basteln, Blumen stecken, einem "Fühl-Pfad" und dem Besichtigen eines Feuerwehrautos beschäftigen, während die Erwachsenen sich bei verschiedenen Massage-Angeboten entspannten und beim Boule-Spiel die Kugeln warfen.
Im Sonnenschein wurden bei Kaffee und Kuchen viele Gespräche zwischen Eltern, Kindern, Schwestern, Ärzten und anderen Besuchern geführt.
Für großen Spaß sorgte ein Bauchredner, der einem Donut gekonnt seine Stimme verlieh. Die Zuschauer erfuhren auf diese Weise endlich einmal, wie ein Donut in anderen Ländern genannt wird (auf Türkisch: Dönut)!

Also: viel Spaß für Groß und Klein!
Danke für dieses schöne Fest, das von den Mitarbeiterinnen des Kinderlotsen mit viel Engagement vorbereitet und durchgeführt wurde.

Von Andrea Rahlf


20. August 2013: Runder Tisch St. Pauli

Anfang August wurde Frühstart, vertreten durch Andrea Rahlf, zum Runden Tisch St. Pauli eingeladen, um die Arbeit der Elterninitiative vorzustellen.

Der Runde Tisch ist ein Treffen, bei dem sich möglichst viele MitarbeiterInnen von psychosozialen Einrichtungen eines Stadtteils oder Bezirkes zusammensetzen und ihre Arbeit vorstellen. Dieser Fachaustausch dient der Zusammenarbeit und Vernetzung in der psychosozialen Versorgung.

Am 20.08. fand das Treffen in der Elternschule Altona statt. Nach einer Vorstellungsrunde der Teilnehmerinnen stellte sich zunächst das Projekt "ZeitRaum" vor, eine Einrichtung zur ambulanten Betreuung psychisch erkrankter Frauen und ihrer Kinder im Stadtteil (Träger: Ambulante Betreuung SkF e.V. Hamburg-Altona und Seelenhalt, Diakonie-Hilfswerk Hamburg).

Im Anschluss daran konnte Andrea Rahlf die Runde über Frühgeburt und ihre Folgen, unseren Verein Frühstart und das neue Workshop-Angebot informieren. Vor allem Letzteres stieß auf großes Interesse bei den Anwesenden.

Von Andrea Rahlf