Frühstart - Elterninitiative für Früh- und Risikogeborene Hamburg e.V.
Berichte-Archiv 2016
9. Dezember 2016: Frühstart ist zu Gast im Café Einklang beim Kinderlotsen im UKE

Am 09.12. machte ich mich auf den Weg zum Zentrum für Familienbegleitung – Kinderlotse e.V. auf dem Gelände des UKE, um dort das neue Café für Eltern von frühgeborenen und kranken Säuglingen kennenzulernen und die Arbeit von Frühstart vorzustellen.

In gemütlicher Runde mit Kaffee und Brötchen haben Eltern Gelegenheit, untereinander Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und sich zu bestimmten Themen zu informieren. Das Café findet 14-tägig freitags von 11 bis 13 Uhr statt und kostet pro Familie 5,- €, um Anmeldung wird gebeten. Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin und Case Managerin Sabine Napierala leitet das Café mit viel Engagement und bietet Informationen zu folgenden Themen an:
  • Bewegung und Handling
  • Babymassage
  • Känguruhen zu Hause/Bonding
  • Rund ums Stillen/Beikost
  • Baby-Yoga
Sie lässt den Müttern dabei viel Raum für ihre Fragen und legt großen Wert darauf, sie zu ermutigen, ihren eigenen Weg zu finden und bei allen Ratschlägen zu überlegen, ob sie zu ihnen und ihrem Kind passen. Außerdem möchte sie die Entwicklung einer liebevollen Eltern-Kind-Beziehung unterstützen.
Bei leiser Entspannungsmusik kamen sechs Mütter mit ihren Babys, alle unter einem Jahr alt, zusammen. Während wir Erwachsenen frühstückten, hatten die Babys eine "Spielwiese" für sich und konnten sich mit Spielsachen oder mit der Entdeckung der anderen Babys vergnügen.

Nach einer lockeren Vorstellungsrunde bekam ich die Möglichkeit, Frühstart vorzustellen. Da alle Mütter inzwischen die Klinikzeit mit ihren Kindern hinter sich hatten und Frühstart bereits durch die Begleitung von Sabine Tötter und mir kannten, erzählte ich ihnen vor allem, welche Angebote Frühstart für den weiteren Entwicklungsweg bereithält: Informationen zu den Themen Frühchen in der Kita und in der Schule (Themenbroschüren, Infoveranstaltungen, Eltern-Stammtische, Frühstart-Workshop "Sensibilisierung für die Bedürfnisse Frühgeborener und ihrer Eltern") und natürlich auch die bewährten Frühstart-Tipps zu Frühchen erfahrenen Kinder- und Fachärzten und Therapeuten sowie Frühchen-Kuren.

Ich berichtete von den Erfahrungen mit meinen jetzt 25-jährigen Drillingen, was auch zu der Frage führte, wann denn das Frühchen sein aufhört und sich "verwachsen" hat. Sie lässt sich nicht generell beantworten, weil jedes Kind sich anders entwickelt und die frühen Erfahrungen anders verarbeitet. Manche Dinge wie z.B. eine Reizoffenheit und Stressanfälligkeit können jedoch bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben, die Kinder lernen aber damit umzugehen.

Der größte Teil des Vormittages war dem Thema Stillen und B(r)eikost gewidmet. Sabine hatte ein Tablett mit Lebensmitteln verschiedener Geschmacksrichtungen und Konsistenzen vorbereitet und bat uns, eines auszuwählen und zu beschreiben, was wir daran mögen. Es wurde schnell deutlich, wie sehr Essen mit Genuss, aber auch mit einer sozialen Komponente verbunden ist: in Gemeinschaft schmeckt es meistens besser.
Die Mütter hatten viele Fragen an Sabine, denn sie waren bei ihren Versuchen, sich in der Literatur und im Internet zu informieren, oft auf widersprüchliche Aussagen gestoßen:
  • Wie lange sollte ich mein Kind stillen?
  • Wann füttere ich die erste Breimahlzeit?
  • Was tue ich, wenn mein Kind den Brei ablehnt?
  • Wie gehe ich mit Ratschlägen des Kinderarztes um?
Sabine riet den Müttern, sehr genau auf die Reaktionen und Bedürfnisse zu achten und diese zu respektieren. Mit dem ersten Brei kann sich eine Mutter ruhig Zeit lassen, wenn ihr Frühchen noch das Stillen bzw. die Flasche bevorzugt, denn die Mundmotorik ist oft noch nicht reif genug dafür. Feste Zeitpläne für den Nahrungsaufbau, wie sie auch oft vom Kinderarzt gefordert werden, werden dem Kind meist nicht gerecht. Sabine empfiehlt Gelassenheit und Geduld, damit Essen von Anfang an als etwas Genussvolles erlebt werden kann. Auch das Essen in der Familiengemeinschaft kann das Interesse der Kinder am Essen fördern, denn Kinder lernen viel durch Beobachtung.

Natürlich standen auch immer wieder die Kinder selber und die geteilte Freude an ihren Entwicklungsfortschritten im Mittelpunkt. Ich denke, das Café Einklang ist für Frühcheneltern eine sehr gute Möglichkeit, bereits während des Klinikaufenthaltes Kontakte zu knüpfen und sich auch später immer wieder Rat von kompetenter Seite holen zu können. Damit ist es ein weiterer Baustein des psychosozialen Netzes, das Frühchen-Eltern durch die ersten Lebensjahre ihrer Kinder trägt.

Interessierte Eltern können sich informieren unter:
www.kinderlotse.org/familienangebote/cafe-einklang
Andrea Rahlf


Frühstart-Workshop - Sensibilisierung für die Bedürfnisse Frühgeborener und ihrer Eltern - Ein Rückblick auf 2016

Frühstart bietet nun bereits seit April 2013 einen 2-stündigen Workshop für Kitas, Schulen und alle, die mit Frühgeborenen arbeiten, an. Wir möchten den Teilnehmern "mit allen Sinnen" vermitteln, was Eltern und ihre Frühgeborenen in der oft langen Klinikzeit und der ersten Zeit zu Hause erleben, welche Besonderheiten Frühgeborene in ihrer Entwicklung aufweisen und was das für die therapeutische und pädagogische Arbeit mit ihnen bedeutet.
Christiane Stock, Elisabeth Wesche, Ulrike Brinkmann und ich reisen in wechselnder Besetzung jeweils zu zweit zu den Einrichtungen, um den organisatorischen Aufwand für die Teilnehmer möglichst gering zu halten.

"Mit allen Sinnen": Perspektivwechsel und Empathie

Im Rahmen einer Präsentation regen wir die Teilnehmer dazu an, sich in die jeweilige Situation des Frühchens und der Eltern hineinzuversetzen. Mit Hilfe von Klang- und Geruchsproben von einer Neo-Intensivstation, Schmerz- und Geruchsreize und unsere Frühchen-Puppen sowie weiteres Anschauungsmaterial wie kleine Schnuller und Windeln sollen sie erleben, wie es sich anfühlt, ein Frühchen bzw. Eltern eines Frühchens zu sein. Dieser Perspektivwechsel vom Betrachter zum Betroffenen wird von den Teilnehmern durchweg als sehr hilfreich erlebt, um ein besseres Verständnis und Empathie für Kinder und Eltern entwickeln zu können.
Auch die persönlichen Erfahrungen unseres Referentinnen-Teams mit der Frühgeburt der eigenen Kinder und entsprechende Fotos helfen dabei, das Thema möglichst anschaulich zu vermitteln. Die Rückmeldungen zeigen, dass unsere Bereitschaft, über diese Erfahrungen zu sprechen, von den Teilnehmern besonders geschätzt wird und sie auch emotional berührt.

Workshops in Ausbildungs-Akademien

Besonders freuen wir uns über das Interesse von Ausbildungsinstitutionen wie der UKE-Akademie für Bildung und Karriere, der Akademie der Universitätsklinik Schleswig-Holstein (UKSH) und der Medical School Hamburg (MSH), bei denen wir inzwischen regelmäßig mit dem Workshop zu Gast sind. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, den zukünftigen Krankenschwestern, Krankenpflegern und Studierenden des Dualen Studienganges Pflege vor allem die Perspektive der Frühcheneltern nahezubringen, denn sie sind später auf den neonatologischen Intensivstationen meist über einen langen Zeitraum zentrale Bezugspersonen für die Eltern. Ein Sich-Hineinversetzen in deren Ängste, ihre Hilflosigkeit, Schuldgefühle und Trauer ist eine wichtige Grundlage für die Entwicklung von Verständnis, Empathie und Wertschätzung. So hoffen wir, einen kleinen Beitrag leisten zu können, die Kommunikation zwischen Pflegenden und Eltern zu verbessern. Auch das Sich-Einfühlen in die Situation eines Frühgeborenen, das vielfältigen Störreizen, Schmerzen und täglichen Trennungen von den Eltern ausgesetzt ist, kann einen sorgsameren, entwicklungsfördernden Umgang mit dem Kind fördern.
Die Rückmeldungen der Auszubildenden sind positiv; sie finden am Workshop vor allem die Anschaulichkeit und die vielen Beispiele aus unserem persönlichen Erfahrungsschatz sehr hilfreich als Ergänzung zu ihrer pflegerischen und medizinischen Ausbildung.
Die Bereitschaft der Ausbildungsinstitute, eine Auseinandersetzung mit den Erfahrungen der Frühchenfamilien bereits in die Ausbildungsgänge zu integrieren, ist ein weiterer großer Schritt hin zu einer familienorientierten, entwicklungsfördernden Frühgeborenen-Medizin!

Workshops in Kitas und in der Familienbildung

Neben den Bildungsakademien UKE, UKSH und MSH besuchten wir im vergangenen Jahr auch die Eimsbütteler Kita Engel & Bengel, Mitarbeiter der sieben DRK-Kitas aus dem Kreis Segeberg und Lehrkräfte der Familienbildung Norderstedt.
Die Mitarbeiterinnen der Kitas betreuten in ihren Einrichtungen bereits einige Frühgeborene und nutzten den Workshop, um ihr Verhalten besser verstehen und sie angemessener fördern zu können. Ein Beispiel, das in fast allen Kita-Workshops zur Sprache kommt: Erzieherinnen beobachten an Frühgeborenen häufig eine besondere Empfindlichkeit im Bereich der Füße (Ablehnung von Schuhen, Probleme, barfuß durch Sand zu laufen etc.), die für sie auf einmal verständlich wird, wenn sie erfahren, wie viele schmerzhafte Reize an den Fersen, z.B. durch Blutentnahmen, ein Frühchen in der Klinikzeit ertragen muss.
Auch für den Umgang mit Eltern nahmen die Erzieherinnen etwas aus dem Workshop mit: nachdem sie erfahren hatten, was Eltern während der Klinikzeit und danach alles durchmachen müssen, erhöhte sich ihr Mitgefühl, der Respekt und die Wertschätzung. Sie konnten besser verstehen, dass Frühcheneltern ihnen ihren größten Schatz anvertrauen, um dessen Überleben sie oft lange bangen mussten, dass es vor dem Hintergrund der erschwerten Bindungsentwicklung zwischen Eltern und Kindern oft schwerfällt, sich beim Kita-Eintritt zu trennen und dass Frühcheneltern Experten für ihre Kinder sind, deren Sorgen um die Gesundheit und Entwicklung ihrer Kinder ernst zu nehmen sind.
So konnten wir den Teilnehmerinnen neue Impulse für ihren Umgang mit Kindern und Eltern geben.

Fazit

Ich denke, dass der Workshop sich inzwischen zu einem festen Bestandteil der Vereinsarbeit entwickelt hat und unser Anliegen fördert, den pädagogischen, therapeutischen und pflegerischen Umgang mit Frühgeborenen und ihren Eltern auf der Basis von Empathie und Wertschätzung zu verbessern.
Wir wünschen uns, dass künftig noch mehr Kitas und auch Schulen Interesse an dem Thema finden. Es bereitet uns auch nach inzwischen 31 Workshops viel Freude, den Teilnehmerinnen unsere Erfahrungen und unser Wissen weiterzugeben und ihnen Anregungen für ihre Arbeit mitzugeben. Die positiven Rückmeldungen zeigen, dass wir unsere Ziele immer wieder erreichen. Das bestärkt uns darin, den Workshop auch weiterhin anzubieten, die ersten sind für 2017 bereits in Planung.

Andrea Rahlf


19. November 2016: Budni-Patentag

19. November 2016: Budni-Patentag Inzwischen zum 4. Mal fand der diesjährige Patentag von Budnikowsky in der Wichertwelt in Norderstedt statt.
Die tatkräftigen MitarbeiterinInnen der Filiale hatten Kuchen gebacken, damit wir ihn den Besuchern gegen eine Spende ausgeben konnten. Auch haben wir Waffeln gebacken, deren Teig natürlich ausschließlich aus Zutaten, die es bei Budni zu kaufen gibt, bestand und die allen ausgezeichnet geschmeckt haben!

An unserem Stand informierten Christiane Stock, Ria Merz und ich in persönlichen Gesprächen und auf Stellwänden mit Collagen über die Situation von Frühchen und ihren Eltern sowie über unsere Arbeit. Besucht wurden wir von einigen alten Bekannten, von Kuchen-hungrigen Interessierten, sowie von einem frisch-gebackenen Frühchen-Elternpaar.

Aufmerksamkeit fanden nicht nur die gestrickten kleinen Mützchen für Neugeborene, sondern auch unsere Frühchenpuppe, die anschaulich und (be-)greifbar machen soll, wie klein manche Kämpferchen sind, wenn sie ins Leben starten.

Durch das Aufrunden der Einkaufsbeträge im Laden und durch die wirklich großzügigen Spenden an unserem Stand kamen insgesamt über 300,- Euro zusammen.

Wir sagen herzlich Dankeschön an unsere Spender!

Und natürlich bedanken wir uns sehr herzlich bei der Filialleiterin, Frau Denda, sowie ihren fleißigen Mitarbeiterinnen, die für uns so leckere Kuchen gebacken hatten!

Alexandra Hückelheim


17. November 2016: Weltfrühgeborenentag

17. November 2016: Weltfrühgeborenentag im Marienkrankenhaus

"Purple for preemies" - Das Marienkrankenhaus erstrahlte am diesjährigen Weltfrühgeborenentag im lila Licht


Mit dieser beeindruckenden Leuchtaktion machten das Marienkrankenhaus und das Kinderkrankenhaus Wilhelmstift auf die besonderen Belange von Frühgeborenen und deren Eltern aufmerksam. Dieses Licht zieht sich am 17.11. wie ein lila Band um den Globus - weltweit werden an diesem Tag viele Gebäude als Zeichen für die Allerkleinsten angestrahlt.

Gemeinsam mit dem Pflegeteam der Neonatologie hatten wir direkt im Eingangsbereich des Marienkrankenhauses zwei Info-Tische aufgebaut, einen Inkubator platziert und die traditionelle Söckchenleine gespannt. Auch Dr. Lutz Koch, Chefarzt der Neonatologie und pädiatrischen Intensivstation, stand Besuchern und Interessierten für Fragen rund um das Thema Frühgeburt zur Verfügung.

Einige Eltern mit ihren Kindern, ehemalige Frühchen-Patienten, folgten unserer Einladung und freuten sich über ein Wiedersehen mit den Pflegekräften und Kinderärzten. Bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen konnten sich Groß und Klein stärken, Erfahrungen austauschen und den Tag ausklingen lassen.

Erica Hinrichs und Ulrike Döhrn


17. November 2016: Weltfrühgeborenentag im UKE

"Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne" – Der Weltfrühgeborenentag im UKE


Ein Bericht von unserer Frühstart-Aktiven und Frühchen-Mutter Alexandra Hückelheim


Auch in diesem Jahr wurde im UKE mit einer Ausstellung im Foyer des Hauptgebäudes auf den Weltfrühchentag aufmerksam gemacht.

Auf Plakaten und Stellwänden sowie mit Hilfe von Inkubatoren, der Frühchenpuppe Lewis und weiterem Anschauungsmaterial wurde das interessierte Publikum über den Werdegang von Frühchen informiert.
Frau Pia Preißler, die im UKE klangtherapeutische Maßnahmen ermöglicht, stellte einige der wunderschön gearbeiteten Instrumente aus, die sie für ihre Arbeit verwendet.

An unseren Ständen informierten sich nicht nur Besucher über unsere Arbeit und die Unterstützung von Frühchen, sondern es fanden sich auch zahlreiche Frühcheneltern mit ihren Kindern bei Getränken und vorweihnachtlichen Keksen zum "Ehemaligen-Treff" ein. Es gab lebhafte Gespräche und daneben auch einige Jagden nach ebenso lebhaften Ex-Frühchen, die überwiegend im UKE geboren und bis zur Entlassung versorgt worden waren, statt. Für Ärzte und Schwestern ist es oft eine Belohnung zu sehen, was aus ihren ehemaligen Kleinst-Patienten geworden ist!

Um 17 Uhr war es Zeit für den geplanten Programmpunkt: Gesponsert von der Firma Nestlé wurden lila Laternen verteilt, mit denen eine Gruppe von ca. 50 Eltern, Kindern, Schwestern und Ärzten auf den Vorplatz des Foyers zog. Dort angekommen nahm uns Prof. Dominique Singer, der Leiter der Sektion Neonatologie, mit einer Rede in Empfang und erläuterte noch einmal, dass die Farbe Lila für Frühchen steht und dass, indem überall auf der Welt lila Lichter erleuchten, auf frühgeborene Kinder hingewiesen wird. Anschließend sang der UKE-Chor "Schall und Rausch" für und mit uns Herbst- und Laternelieder.

Es war ein stimmungsvoller und bewegender Augenblick.

Ein herzlicher Dank geht an die Fachkrankenschwester und Frühstart-Mitglied Melanie Brandt für die maßgebliche Organisation des erfolgreichen Nachmittags!

Alexandra Hückelheim


Ein Bericht von Andrea Rahlf, die mit Melanie Brandt und Sabine Tötter diese tolle Veranstaltung organisiert hat


Wie in jedem Jahr, wurde an diesem besonderen Tag die Öffentlichkeit auf das Thema Frühgeburt aufmerksam gemacht. Denn Frühgeborene sind mittlerweile die größte Patientengruppe in der Kinderheilkunde: ca. eines von zehn Neugeborenen kommt zu früh auf die Welt, d.h. unterhalb der 37. Schwangerschaftswoche, auf die Welt.

Fachkrankenschwester und Frühstart-Mitglied Melanie Brandt und das UKE-Frühstart-Team Sabine Tötter und ich wollten auch in diesem Jahr wieder nicht nur die Öffentlichkeit informieren, sondern auch die Frühchen-Familien aus dem UKE in den Mittelpunkt des Tages stellen. So planten wir neben einer Ausstellung aller an der Frühgeborenenversorgung Beteiligten auch ein Café und ein Laterne-Singen mit lilafarbenen Laternen. Es gelang Melanie, den Leiter des UKE-Chores Christoph Salje und seine 33 Chormitglieder für das Singen mit "unseren" Frühchen-Familien zu gewinnen.

Mit Hilfe von Materialien, die uns der EFCNI (European Foundation for the Care of Newborn Infants) zur Verfügung stellte, entwarfen wir Einladungen und Plakate und konnten die Kinder mit kleinen Geschenken und Luftballons versorgen. Die lila Laternen wurden von der Firma Nestlé gesponsert, das UKE sorgte mit Getränken und Gebäck für das leibliche Wohl.

Wir waren sehr gespannt, wie viele Frühchen-Familien sich anmelden würden. Das Echo war überraschend groß: ca. 30 Familien meldeten sich schließlich an, darunter viele mit Zwillingen. Weitere 15 Familien kamen spontan.

Ausstellung im Foyer des Neuen Klinikums


Besucher und alle Interessierten konnten sich über die medizinische und psychosoziale Versorgung der Frühgeborenen und ihrer Eltern im UKE informieren.

Am Frühstart-Stand präsentierten wir unsere verschiedenen Informationsmaterialien für Eltern und Fachleute. Anhand der Puppen konnten die Besucher feststellen, wie unterschiedlich es sich anfühlt, ein kleines Frühchen im Vergleich zu einem reifen Neugeborenen im Arm zu halten. Unsere Fotokollagen zeigten Entwicklungsverläufe frühgeborener Kinder. Alexandra Hückelheim war mit Mann und Frühchen Greta gekommen, um Sabine und mich am Stand zu unterstützen. Im Gepäck hatte sie die neu gestalteten Fotokollagen, die viel Beachtung fanden. Vielen Dank dafür! Auch meine Tochter Elena half uns in diesem Jahr und wurde direkt gefragt, wie es denn so sei für ein ehemaliges, heute 25-jähriges Frühchen und woran sie ihre Frühgeburtlichkeit noch merken würde. Das hat sie dann doch etwas überrascht!

Auch die Frühstart-Aktiven Birgit Nachtweh mit den Zwillingen Johanna und Elisa und Eva Stadler mit Philippa und Florentia besuchten uns. Eva erzählte mir im Nachhinein, dass es schon eine sehr positive Erfahrung sei, so viele engagierte Menschen und andere Betroffene durch die Frühgeburt ihrer 1. Tochter Philippa kennengelernt zu haben, mit denen mittlerweile auch Freundschaften bestehen. Diese Erfahrung kann ich nur bestätigen.

In den vielen Gesprächen mit den Eltern spürte man auch oft eine Dankbarkeit für die vielen Unterstützungsangebote von Seiten der Klinik und von Frühstart sowie (berechtigten!) Stolz auf die Kinder und ihre Entwicklung, die ja mit dieser Veranstaltung eine besondere Wertschätzung finden sollten.
Außerdem konnten die Besucher einen Rundgang durch eine Poster-Ausstellung unternehmen und sich über folgende Themen informieren:
  • Entwicklungsfördernde Pflege auf der Früh- und Neugeborenenintensivstation: ein Versorgungskonzept, das die Qualität der kindlichen Entwicklung verbessern und die Eltern-Kind-Bindung von Anfang an fördern möchte. Ein Inkubator mit Frühchenpuppe Lewis und viel medizinischems Equipment sollten das Umfeld einer Intensivstation veranschaulichen. Prof. Dr. Singer, Frau Dr. Thayssen und die Schwestern Melanie Brandt, Judith Karger-Seider und Mandy Lange standen den Eltern für Gespräche zur Verfügung. Auch andere Schwestern aus der Neonatologie und die Physiotherapeutin Christiane Kistner schauten vorbei und freuten sich, ihre ehemaligen Patienten-Familien einmal wieder zu treffen. Eine tolle Gelegenheit für das gesamte Team der Neonatologie, den Erfolg der ärztlichen und pflegerischen Arbeit direkt zu erleben!
  • Pränatalvisite: Iim Falle einer drohenden Frühgeburt werden Eltern auf ihren Wunsch hin gut informiert über das, was sie auf der Intensivstation erwartet. Ziel ist es, ihre Ängste und Sorgen schon im Vorfeld zu mindern. Auch ein Besuch auf der Intensivstation kann ermöglicht werden. Die engagierten Schwestern, die diese vorgeburtliche Visite durchführen, waren mit Fotos und Info-Material vor Ort.
  • Psychologische Begleitung durch zwei Psychologinnen bei drohender und eingetretener Frühgeburt mit dem Ziel, Eltern in dieser seelischen Ausnahmesituation bei der Bewältigung des Erlebten zu helfen und Traumata zu vermeiden. Die Psychologin Andrea Volz präsentierte ihre Arbeit und stand für Fragen zur Verfügung.
  • Musiktherapie für Früh- und Neugeborene: die Musiktherapeutin Pia Preißler möchte mit ihrem Angebot die Eltern-Kind-Beziehung stärken und zu Entspannung und Wohlgefühl der Frühgeborenen beitragen. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch Spenden der Benita Quadflieg Stiftung in Kooperation mit dem Haus Mignon.
  • Rückbildungsgymnastik für Mütter von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen: ein spezielles Angebot für die Mütter, das neben der Gymnastik auch den Erfahrungsaustausch in den Mittelpunkts Zentrum stellt. Dabei werden die Mütter von niedergelassenen Hebammen der Fundus Hebammengemeinschaft und Melanie Brandt vom UKE begleitet. Dieses Angebot wird inzwischen gern angenommen und steht auch Müttern anderer Kliniken offen. Auch an diesem Tag zeigten ca. 5 Mütter großes Interesse und planten, sich anzumelden.
  • Nachsorgesprechstunde: hier werden Frühgeborene in regelmäßigen Zeitabständen im UKE körperlich und entwicklungsneurologisch bis hinein ins Vorschulalter nachuntersucht. Eltern werden hier auch nach Klinikentlassung weiter begleitet und beraten.
  • Sozialmedizinische Nachsorge durch das Zentrum für Familienbegleitung – Kinderlotse e.V.: Schwestern aus dem UKE mit spezieller Zusatzausbildung begleiten die Frühchen-Familien nach Klinikentlassung noch eine Weile ambulant zu Hause. Außerdem gibt es ein Kursangebot für Eltern und Geschwister sowie das Eltern-Café Einklang, in dem sich Eltern zu bestimmten Themen informieren und ihre Erfahrungen austauschen können. Andrea Pipiers vom Kinderlotsen freute sich über den Besuch vieler ehemaliger Patientenfamilien.

Frühchen-Café: Begegnung und Austausch


Eltern, Kinder und Klinikmitarbeiter konnten sich bei Kaffee und Gebäck austauschen, während die Kinder malten oder sich mit den Helium-Ballons amüsierten. In dieser lockeren Atmosphäre gab es viele Gelegenheiten, Kontakte wieder aufzufrischen und neu zu knüpfen.

Das "Geschwader" der Kinderwagen, vor allem der Zwillingswagen, war beeindruckend! Die meisten Kinder waren unter 3 Jahren alt. Aber auch die älteren Frühchen Philippa, Greta, Liv und die bereits 10-jährige Editha kamen mit ihren Eltern und freuten sich auf das Laterne-Singen. Begrüßen konnten wir außerdem Susann mit Emma, Bettina mit Clemens und Sonja mit Juri aus der "Frühchen-Gang". Sie ließen es sich nicht nehmen (Bettina mit Babybauch!), auch in diesem Jahr wieder dabei zu sein. Wir haben uns sehr darüber gefreut!

Laterne-Singen mit dem UKE-Chor


Um 17 Uhr versammelten sich dann Eltern, Kinder, Ärzte, Schwestern und viele weitere Besucher zum gemeinsamen Singen von Laterne-Liedern auf dem Vorplatz des Neuen Klinikums. Prof. Dr. Singer, der Leiter der neonatologischen Intensivstation, sprach ein paar einleitende Worte und brachte seine Rührung darüber zum Ausdruck, so viele seiner ehemaligen kleinen Patienten wiedergetroffen zu haben. Eine Gelegenheit, die sich ihm nicht oft bietet.
Christoph Sälje hatte sich mit seinem Chor gut vorbereitet und viele Lieder im Gepäck, darunter auch die "Klassiker", die alle mitsingen konnten. Im Licht vieler lilafarbener Laternen und der Kerzen des Chores entstand eine schöne und berührende Atmosphäre, die so manchen Eltern eine Träne entlockte. Die Chor-Mitglieder hatten viel Spaß und betonten, dass sie gern bei dieser Aktion dabei waren. Sie freuten sich auch sehr über unser "süßes Dankeschön" am Schluss.

Danke an alle Mitwirkenden!


Unser Frühstart-Team möchte sich noch einmal herzlich bei all den engagierten Helferinnen, besonders bei Melanie, bedanken ohne deren Unterstützung und viele zusätzliche Arbeitsstunden der Weltfrühgeborenentag im UKE nicht so gut gelungen wäre.

Nach dem WFT ist vor dem WFT!


Sabine, Melanie und ich können uns aufgrund der vielen positiven Reaktionen gut vorstellen, den WFT auch in 2017 wieder ähnlich zu gestalten. Natürlich werden auch schon neue Ideen dazu "ausgebrütet". Auf jeden Fall hat sich unsere Arbeit gelohnt und viel Spaß gemacht!

Andrea Rahlf


17. November 2016: Weltfrühgeborenentag in der Asklepios Klinik Barmbek

"Eltern, Frühstart und Neo-Intensiv planen ein Fest" – Der Weltfrühgeborenentag in der Asklepios Klinik Barmbek

Unter diesem Motto trafen sich im Juli 2016 ehemalige Barmbeker Eltern, engagierte Schwestern der Neo-Intensiv und zwei Frühstartlerinnen, um die Anregung der Neo-Intensiv aufzugreifen und in die Planung für den Weltfrühgeborenen-Tag einzusteigen. Alle waren begeistert von der Idee, so dass wir schnell eine Menge Ideen vom Ort der Veranstaltung bis hin zu den Angeboten für diesen Tag sammeln konnten!

Am 17.11.2016 war es dann soweit. Wir hatten unseren Frühstart-Stand in der Eingangshalle der Asklepios Klinik Barmbek aufgebaut. Die Aufmerksamkeit, die wir dadurch bei allen Besuchern der Klinik auf die Patientengruppe der frühgeborenen Kinder mit all ihren Problemen und Risiken lenken konnten, war groß.

Die ehemaligen Barmbeker Eltern kamen gleich zu Beginn ihres Besuches an unseren Stand und tauschten sich intensiv mit uns aus. Einige haben aus Dankbarkeit für die Gespräche, die Barbara Gladisch während ihrer Zeit in der Klinik mit ihnen geführt hatte, spontan ihren Beitritt zu Frühstart erklärt!

Die Resonanz auf unseren Stand war auch bei "ganz normalen Besuchern" der Klinik gut. Viele blieben stehen und kamen mit uns ins Gespräch - so konnten wir auch diese Besucher über die Frühgeborenen und unsere Arbeit informieren.

Den Innenhof der Asklepios Klinik Barmbek hatten die Schwestern der Neo und die engagierten Barmbeker Eltern in eine große Aktionsfläche verwandelt, auf der es viele Angebote für Kinder gab, z.B. eine Bobby Car Rallye, Kinder Schminken und Vier gewinnt. Weiterhin war ein Kuchenbuffet aufgebaut, so dass die Besucher während ihrer anregenden Gespräche gut versorgt waren.

Wir haben viele ehemalige kleine Patienten und ihre Eltern wiedergesehen und haben die Möglichkeit genutzt, zu klönen und uns auszutauschen. Besonders Nicole Tammen, Pflegeleitung Intensiv und Antje Hiller, stellvertretende Pflegeleitung Intensiv, aber auch viele engagierte Familien haben diesen unvergesslichen Nachmittag durch ihren tollen Einsatz möglich gemacht. Es war eine schöne Veranstaltung, die wir ganz sicher im nächsten Jahr wiederholen werden!

Ria Merz


4. September 2016: Kinderfest in der Asklepios Klinik Nord-Heidberg

4. September 2016: Kinderfest in der Asklepios Klinik Nord-Heidberg Unter dem Motto "Kinder dieser Welt" fand wieder das beliebte alljährliche Fest für Kinder und ihre Familien rund um den Hubschrauberlandeplatz des Heidberg-Krankenhauses statt.

Das Angebot für Spiel und Spaß war auch in diesem Jahr wieder vielfältig: es reichte von Karaoke-Singen über Baumklettern, ein Polizeiauto besichtigen, mit dem Trecker übers Gelände fahren, Filzen von Halsketten bis hin zu einer Tombola mit tollen Gewinnen u.v.m.

Natürlich war auch für das leibliche Wohl mit Kuchen, Kaffee und Hot Dogs gesorgt.

Familie Sperl mit Hedda, Hugo und Maximilian und ich betreuten unseren Informationsstand, an dem sich Eltern über das Thema Frühgeburt informieren konnten, während die Kinder sich mit viel Spaß mit dem Spiel "4 gewinnt" beschäftigten.

Besonders freuten wir uns über den Besuch einiger Frühchen-Familien. Es ist immer sehr schön, die Kinder nach längerer Zeit einmal wieder zu treffen und zu sehen, wie sie sich in der Zwischenzeit entwickelt haben. Auch Familie Wetzel mit den Drillingen Nele, Jonas und Tom, die am 02.10.2015 im Heidberg als Frühchen zur Welt kamen, schaute bei uns vorbei. Die Eltern erzählten, wie sie inzwischen ihren Alltag mit den Drillingen meistern. Hut ab vor dieser Leistung!

Selbst mehrere kleine Regenschauer konnten die Freude der Kinder an den tollen Spielaktionen nicht beeinträchtigen. Es war wieder ein rundum gelungenes Fest, das auch uns Frühstartlern immer wieder Spaß macht!

Andrea Rahlf und Hedda Sperl


13. Juli 2016: Asklepios Klinik Barmbek - Eltern, die Neo-Intensiv und Frühstart planen ein Fest anlässlich des Weltfrühgeborenentages

13. Juli 2016: Asklepios Klinik Barmbek - Eltern, die Neo-Intensiv und Frühstart planen ein Fest anlässlich des Weltfrühgeborenentages

Asklepios Klinik Barmbek – Eltern, die Neo-Intensiv und Frühstart planen ein Fest anlässlich des Weltfrühgeborenentages!


Am 13. Juli 2016 trafen sich ehemalige Barmbeker Eltern, engagierte Schwestern der Neo-Intensiv sowie Barbara und ich von Frühstart, um die Anregung der Neo-Intensiv aufzugreifen und in die Planung für den Weltfrühgeborenentag einzusteigen. Alle waren begeistert von der Idee, so dass wir schnell eine Menge Ideen vom Ort der Veranstaltung bis hin zu den Angeboten für diesen Tag sammelten!

Es wird am 17. November 2016 von 14.00 bis 18.00 Uhr ein Kaffeetrinken im Innenhof der Asklepios Klinik Barmbek geben, bei dem wir viele Dinge wie eine Bobby Car Rallye, Kinder Schminken, Vier gewinnt u.a. für die Kinder und ein Kuchenbuffet für die Eltern planen. Wir wünschen uns, viele ehemalige kleine Patienten und ihre Eltern wiederzusehen und freuen uns auf die Möglichkeit, wieder einmal zu klönen und sich auszutauschen!

Frühstart wird außerdem mit einem Stand in der Eingangshalle der Klinik auf die Patientengruppe der frühgeborenen Kinder mit all ihren Problemen und Risiken aufmerksam machen.

Christiane Stock


9. Juli 2016: Frühstart-Aktiven-Workshop

9. Juli 2016: Frühstart-Aktiven-Workshop
Der Workshop fand im CreativeLoft Wilhelmsburg statt. Wir waren eine kleine Gruppe von sieben Personen und wurden durch den Tag von der Moderatorin Cordula Rosenfeld begleitet/geleitet.

20 Jahre Frühstart war der Anlass zu diesem Workshop. Wir wollten zum einen unsere Arbeit der letzten 20 Jahre reflektieren und zum anderen unseren Blick, und das war der Hauptpunkt, in die Zukunft richten - was wollen wir in den nächsten Jahren bewegen und worauf möchten wir zukünftig unseren Fokus legen!?

Es war ein sehr anregender und erfolgreicher Tag an einem tollen Ort. Wir konnten viele Gedanken und Ideen entwickeln und erarbeiten.

Resümee des Workshops:
Frühstart ist ein fester Bestandteil auf den neonatologischen Stationen der Hamburger Kliniken. Wir werden weiterhin für die Eltern mit viel Engagement da sein. Um dieses umsetzen zu können, tauschen wir uns regelmäßig aus und behalten unser harmonisches Miteinander bei!

Ria Merz


30. April 2016: Frühjahrsfest vom Zentrum für Familienbegleitung - Kinderlotse e.V.

30. April 2016: Frühjahrsfest vom Zentrum für Familienbegleitung - Kinderlotse e.V. Als ich bei strömendem Regen auf dem UKE-Gelände ankam, war schon von weitem die Live-Musik zu hören und trotz des schlechten Wetters hatten sich erstaunlich viele Familien zum Fest des Kinderlotsen auf den Weg gemacht. So traf ich auf ein buntes Durcheinander von Kindern, Eltern, Clowns und fröhlichen Mitarbeiterinnen, die mit viel Engagement ein Riesenprogramm auf die Beine gestellt hatten: die Kinder konnten sich schminken lassen, das Glücksrad drehen, dem Zauberer zuschauen, fotografieren oder gemeinsam mit ihren Eltern schöne Blumengestecke anfertigen, während die Erwachsenen gegen eine kleine Spende eine Entspannungsmassage genießen oder beim "Lach-Yoga"(!) herzlich lachen konnten. Selbstverständlich war auch für das leibliche Wohl mit Grillwürstchen, jeder Menge Kuchen und Getränken gesorgt.

Dass es sich so viele Familien trotz des miesen Wetters nicht nehmen ließen, zum Fest zu kommen, spricht für die gute Versorgung durch die Mitarbeiterinnen des Kinderlotsen, die die Familien nach meist langen Krankenhausaufenthalten in der ersten Zeit zu Hause weiterbetreuen und darüber hinaus noch viele Angebote für Geschwisterkinder ("Wir zusammen") und Frühchen-Familien (z.B. "Café Einklang") bereit halten. Man merkte den Kindern und ihren Eltern an, wie wohl sie sich in den gerade neu gestalteten Räumen und dem dazugehörigen Garten fühlten.

Nochmals herzlichen Dank an Katrin Seidel und Heiderose Killmer für die Einladung zu diesem schönen Fest!

Andrea Rahlf


27. April 2016: Frühstart-Mitgliederversammlung

Auf unserer diesjährigen Mitgliederversammlung haben wir unter anderem unsere Planung für dieses Jahr besprochen. Da wir in diesem Jahr unser 20-jähriges Jubiläum begehen, möchten wir mit unseren aktiven Mitgliedern bei einem Workshop über die Zukunft des Vereins reflektieren.

Wir nehmen an den Kinderfesten in der Asklepios Klinik Heidberg und im Altonaer Kinderkrankenhaus mit einem Stand teil. Es sind bisher 4 weitere Workshops zur Sensibilisierung der Erzieherinnen in Kitas geplant und wir werden Frühstart beim Runden Tisch Frühe Hilfen in Hamburg Nord-Ost vorstellen. Am 17.11.2016 werden wir sowohl im AK Barmbek als auch im UKE zusammen mit den Stationen den Weltfrühgeborenentag feiern! Der Budni-Patentag findet am 19.11.2016 statt.

Die Termine kündigen wir auf unserer Homepage an – fleißige Helfer sind herzlich willkommen!

Ria Merz und Christiane Stock


19. März 2016: Budni-Patentag in der Wichertwelt

19. März 2016: Budni-Patentag in der Wichertwelt Zum zweiten Mal haben wir unseren Stand vor der Budnikowsky Filiale in Hamburg-Langenhorn aufgebaut. Das Einkaufszentrum, das es jetzt seit einem Jahr gibt, ist inzwischen von den Langenhornern angenommen worden; die Budni Filiale läuft nun wesentlich besser!

So haben Alexandra Hückelheim, Ria Merz und Hedda Sperl unsere Stellwand liebevoll geschmückt und die kleinen Schminktüten, die die Budni Mitarbeiterinnen vorbereitet hatten, hübsch dekoriert. Budni hatte uns außerdem Kaffee für die Besucher unseres Standes zur Verfügung gestellt.

Allein die Besucher haben sich noch nicht richtig getraut, uns zu besuchen und so war der Ausgang der Spendenaktion ein Achtungserfolg. Wir freuen uns aufs nächste Mal, wenn wir die Kunden in der Vorweihnachtszeit wieder mit Selbstgebackenem verwöhnen können!

Herzlichen Dank an Frau Denda und ihr Team für die Unterstützung.

Christiane Stock


Februar 2016: Frühstart schließt sich dem Netzwerk Frühe Hilfen Norderstedt an

Aufgaben der Frühen Hilfen Norderstedt


Die Frühen Hilfen (FH) sind ein Angebot der Ev. Familien-Bildungsstätte Norderstedt und bieten Eltern mit Kindern bis zum 3. Lebensjahr möglichst frühzeitige Hilfe und bedarfsgerechte Unterstützung an. Die elterlichen Erziehungskompetenzen sollen gestärkt werden, um die körperliche, geistige und seelische Entwicklung der Kinder zu fördern.
Es gibt eine Vielzahl von offenen Angeboten für Familien, wie z. B. Familiencafés und Spieltreffen für Eltern mit Kindern, aber auch individuelle Beratung und Begleitung für Eltern in schwierigen Lebenssituationen. Offene Sprechstunden der FH in mehreren Kitas in Norderstedt und eine Sozialberatung ermöglichen es Eltern, schnell, unkompliziert und überwiegend kostenfrei Hilfe zu bekommen. Das Team der FH nimmt auch Risikoeinschätzungen vor, wenn das Kindeswohl gefährdet ist und das Jugendamt eingeschaltet werden muss, um Vernachlässigung und Misshandlung zu verhindern.

Lokales Netzwerk Frühe Hilfen Norderstedt


Um die genannten Ziele zu erreichen, ist in den letzten Jahren ein Netzwerk entstanden, in dem sich Institutionen, Einrichtungen und Vereine, die sich mit Kindern beschäftigen, untereinander informieren und austauschen. Koordiniert wird dieses von der Bereichsleitung der FH in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Norderstedt.

Drei bis vier Mal pro Jahr finden jeweils mittwochs im Norderstedter Rathaus Netzwerk-Treffen statt. Verschiedene Institutionen, wie z.B. Erziehungsberatungsstellen, Familienzentren, therapeutische Einrichtungen oder Kitas präsentieren ihre Arbeit und haben die Möglichkeit, ihre Anliegen und ihr Fachwissen in das Netzwerk einzubringen. Bei den Treffen werden Informationen ausgetauscht und Ideen für neue bedarfsgerechte Angebote entwickelt.

Vernetzung von Frühstart mit den Frühen Hilfen


Wir freuen uns sehr, dass auch Frühgeborene mit ihren Eltern zur Zielgruppe der FH zählen und wir als Elterninitiative dem Netzwerk angehören.

Eine Frühgeburt kann für die Eltern vor allem in den ersten Lebensjahren der Kinder eine große psychische, emotionale und soziale Herausforderung darstellen, die es zu meistern gilt. Dabei sind die Grenzen der Belastbarkeit für die Eltern nicht selten schnell erreicht: Traumatisierung und Erschöpfung durch die Frühgeburt, mangelnde Unterstützung in der Familie und Vereinsamung, schwierige finanzielle und berufliche Umstände und Besonderheiten in der Entwicklung des Kindes, wie z.B. eine hohe Irritierbarkeit verbunden mit häufigem, schwer zu beruhigenden Schreien ("Schreibabys") können zu elterlicher Überforderung führen und z. B. das Risiko von Misshandlungen bei Frühchen erhöhen.
Zur Stärkung der elterlichen Kompetenzen und Vermeidung einer Kindeswohlgefährdung ist es wichtig, dass Frühcheneltern bereits in der Klinik Informationen darüber erhalten, wo sie bei Problemen in Wohnortnähe Hilfe bekommen können. Hier bietet Frühstart den Eltern eine sehr gute Unterstützungsmöglichkeit, da unsere Elternbegleiterinnen frühzeitig mit ihnen ins Gespräch kommen. Wir haben durch das Netzwerk FH die Möglichkeit, uns über Hilfsangebote im Norderstedter Raum auf dem Laufenden zu halten und diese Informationen an Eltern weiterzugeben.
Durch Elterngespräche in den Kliniken, Frühchen-Elterntreffen und Informationsveranstaltungen tragen wir dazu bei, dass Eltern untereinander Kontakte knüpfen und sich gegenseitig unterstützen können. Auch das kann im Sinne einer Prävention dabei helfen, elterliche Überforderung zu vermeiden und eine gute Entwicklung der Frühchen zu fördern.

Wir lassen unsere spezifischen Kompetenzen, wie z.B. unsere Kenntnisse über die Lebenssituation von Frühchenfamilien und die Besonderheiten der Frühchenentwicklung in das Netzwerk einfließen. Auch unser Workshop "Sensibilisierung für die Bedürfnisse Frühgeborener und ihrer Eltern", an dem bereits viele Erzieherinnen, Hebammen und angehende Tagesmütter im Norderstedter Raum teilgenommen haben, unterstützt diese in der Entwicklung eines besseren Verständnisses für die Besonderheiten von Frühgeborenen und benennt förderliche Rahmenbedingungen.

Andrea Rahlf

Frühe Hilfen Norderstedt
www.fruehe-hilfen-norderstedt.de

Nationales Zentrum Frühe Hilfen
www.fruehehilfen.de


Ausblick 2016: Muttermilchspende-Projekt am UKE

Ausblick 2016: Muttermilchspende-Projekt am UKE Internationale Organisationen wie die World Health Organisation (WHO) und der United Nations Children's Fund (UNICEF) empfehlen die Ernährung mit Milch aus Frauenmilchbanken als die beste Alternative, falls Neugeborene oder Säuglinge nicht oder nicht ausreichend von ihrer Mutter gestillt werden können. Insbesondere für Frühgeborene und Säuglinge mit einem geringen Geburtsgewicht ist die Ernährung mit menschlicher Milch besonders empfehlenswert.

Das Perinatalzentrum des UKE möchte 2016 ein Milchspende-Projekt starten. Extrem unreife Frühgeborene und andere besonders gefährdete Kinder sollen in der sensiblen Phase der ersten Lebenstage mit Spenderinnenmilch ernährt werden, wenn ihre Mütter sie nicht mit ihrer eigenen Milch versorgen können.

Als Milchspenderinnen kommen zunächst Frauen in Betracht, die selbst Kinder auf den neonatologischen Stationen des UKE und einen großen Milchüberschuss haben. Um hygienisch einwandfreie Spenderinnenmilch an die Kinder abgeben zu können, wird das Blut jeder potentiellen Spenderin getestet und jede einzelne Milchportion auf Keime hin untersucht. Es wird nur solche Milch verwendet, die aus mikrobiologischer Sicht besonders rein ist und roh verfüttert werden kann. Die immunologischen Inhaltsstoffe der rohen Milch sind für den Schutz vor Infekten besonders wertvoll.

Da für dieses Projekt derzeit keine klinikinternen Mittel zur Verfügung stehen, ist die Neonatologie des UKE auf Spenden angewiesen und würde sich sehr über Ihre Spende für die serologischen und mikrobiologischen Untersuchungen, die notwendigen Geräte und den zusätzlichen Personalaufwand freuen (Spendenkonto der Neonatologie:
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
HASPA IBAN DE54 2005 0550 1234 3636 36
Verwendungszweck: 0987/001, Muttermilchspende

Wenn sich das Projekt bewährt und auf Dauer finanzieren lässt, soll der Kreis der Empfängerkinder der medizinisch kontrollierten Milchspende ausgeweitet werden.

Wir freuen uns, dass das UKE mit der Einführung einer Frauenmilchbank vorangeht und wünschen uns für die Zukunft natürlich, dass alle Frühchen in Hamburg und Umgebung von einem solchen Angebot profitieren!

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Wenn Sie mehr über das Muttermilchspende-Projekt erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an:

Anne Sunder-Plaßmann (Projektkoordinatorin)
a.sunder-plassmann@gmx.net

Prof. Dr. Dominique Singer (Leiter der Sektion Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin)
d.singer@uke.de

Natascha Golz